Vorarlberg erfüllt Asyl-Quote nicht: Ultimatum für säumige Bundesländer

Asyl: Mikl-Leitner stellt säumigen Bundesländern ein Ultimatum
Asyl: Mikl-Leitner stellt säumigen Bundesländern ein Ultimatum
Bregenz, Wien - Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) stellt den bei der Unterbringung von Asylwerbern säumigen Bundesländern, darunter auch Vorarlberg, ein Ultimatum.
Quote für Vorarlberg “unerreichbar”
Vorarlberg erfüllt Quote bei weitem nicht

Sollten diese das Erstaufnahmezentrum Traiskirchen nicht bis Ende Juli entlasten, wird das Innenministerium selbst Quartiere schaffen, erklärte sie am Dienstag. Die vereinbarte Quote haben mit Stand Ende Juni Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Oberösterreich nicht erfüllt.

Säumige Länder überfüllen Traiskirchen

Die Situation in Syrien habe in Österreich wie in ganz Europa zu einer steigenden Zahl von Asylanträgen geführt. In Traiskirchen gebe es demnach weiterhin “keine spürbare Entlastung”. Würden die Bundesländer zumindest die beim Asylgipfel 2012 vereinbarten 88 Prozent einhalten, gäbe es in der niederösterreichischen Stadt aber kein Problem, so die Ressortchefin.

Entlastung bis Ende Juli gefordert

“Wenn die Bundesländer es bis Ende Juli nicht schaffen, ihre Vereinbarungen einzuhalten und Traiskirchen deutlich zu entlasten, dann wird das Innenministerium selbst Quartiere schaffen. Vor allem natürlich in den Ländern, die besonders säumig sind”, betonte Mikl-Leitner. Sie verwies auf Tirol, wo man bereits aktiv geworden sei und nun selbst eine Unterkunft betreiben wird.

Innenministerium plant bereits Privat-Unterkünfte

“Diesen Weg werden wir ab August auch in den anderen säumigen Bundesländern gehen. Zuerst werden wir Privatunterkünfte nützen. In einem zweiten Schritt sollten wir dann auch wieder über leer stehende Kasernengebäude nachdenken”, so Mikl-Leitner über die Pläne. Auf europäischer Ebene forderte sie einmal mehr Solidarität ein. (APA/red)

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