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Vorarlberg: Eltern protestieren gegen 12-Stunden-Tag

Die ÖGB-Landesfrauenvorsitzende Iris Seewald verteilt "bittere Geschenke" zum Schulanfang.
Die ÖGB-Landesfrauenvorsitzende Iris Seewald verteilt "bittere Geschenke" zum Schulanfang. ©ÖGB Vorarlberg
In der ersten Woche nach den Sommerferien hat der ÖGB eine Informationskampagne zur Einführung des 12-Stunden-Tages gestartet.
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Kind und Beruf unter einen Hut zu bringen, stellt für viele Eltern eine enorme Herausforderung dar. Der ÖGB befürchtet, dass ihre Situation nun noch schwieriger wird, denn die Bundesregierung führte mit 1. September den 12-Stunden-Tag und die 60-Stunden-Woche ein.

ÖGB-Landesfrauenvorsitzende Iris Seewald ist überzeugt: „Mit dem neuen Arbeitszeitgesetz wird es berufstätigen Eltern noch schwerer und teilweise unmöglich gemacht, Beruf und Familie zu vereinbaren. Im Rahmen einer Schulstartaktion, verteilen wir ÖGB-Frauen daher in der ersten Schulwoche `Schultüten mit bitteren Geschenken für Eltern´. Wir informieren dabei über das neue Arbeitszeitgesetz und dessen massive Auswirkungen.“

Aus dem Arbeitsmarkt gedrängt

Denn, so die Gewerkschafterin weiter, mit dem 12-Stunden-Tag und der 60-Stunden-Woche seien einerseits das Familien- und Privatleben nur schwer plan- und gestaltbar und andererseits würden noch mehr Frauen mit Betreuungspflichten in Teilzeit oder sogar ganz aus dem Arbeitsmarkt gedrängt werden. Gerade in Vorarlberg sei das Kinderbetreuungsangebot nur selten mit einer Vollzeitbeschäftigung vereinbar und schon gar nicht auf 12-Stunden-Tage ausgerichtet.

Die vielzitierte Freiwilligkeit ist für Iris Seewald zudem in der Praxis defacto nicht gegeben – aus Rücksicht auf KollegInnen und das Betriebsklima, aus Angst, beruflich nicht Schritt halten zu können oder gar den Arbeitsplatz zu verlieren, würden die Menschen vieles in Kauf nehmen, auch den 12-Stunden-Tag. Was das für die Familie, das Ehrenamt, die Freizeit, aber auch die Gesundheit bedeute, stehe auf einem anderen Blatt.

Ausbau der Kinderbetreuung

Statt überlangen Arbeitszeiten brauche es dringend einen Ausbau von leistbaren und vor allem qualitativ hochwertigen Betreuungseinrichtungen für Kinder in allen Altersgruppen, so Seewald. „Was wir brauchen ist eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf statt einem 12-Stunden-Tag!“, stellt die Gewerkschafterin klar.

Konkret fordern die ÖGB-Frauen ein flächendeckendes, leistbares und qualitativ hochwertiges Betreuungsangebot für jedes Kind ab dem 1. Lebensjahr bis zum Schuleintritt, die volle gesetzliche Anrechnung der Karenzzeiten sowie einen KV-Mindestlohn von 1.700 Euro.

Um die Interessen von Eltern noch besser vertreten zu können, haben die ÖGB-Frauen gemeinsam mit der Arbeiterkammer die Online-Umfrage „Kind & Job – Wie schaffen Sie das?“ gestartet. Unter www.arbeiterkammer.at/umfrage können ArbeitnehmerInnen sechs Wochen lang ihre ganz persönliche Situation beschreiben.

(red)

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