Vorarlberg: Das "Sackerl fürs Gackerl" reicht in Mäder nicht

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dpa ©Hundekot und Löcher sorgen in Mäder für Diskussionsstoff.
Mäder - Hundekot und Erdlöcher sind im Vorarlberger Rheinvorland ein Problem. Und zwar so sehr, dass in Mäder die Fraktion "FPÖ und Parteiunabhängige" in der Gemeindevertretung einen Leinenzwang für Hunde fordern.

Im Frühjahr 2013 wurde der Antrag erstmals gestellt, die Fraktion “FPÖ und Parteiunabhängige”  wollten so die Auswirkungen des “Hundetourismus” in Mäder eingrenzen. Für FPÖ-Obmann Aldo Böckle würde ein Leinenzwang für Hunde verhindern, dass die Haustiere herrenlos herumtollen und so das halbe Rheinvorland umgraben: “Mäder ist im Moment das Hundeklo des Rheintals.” Ein weiteres Problem ist, dass wegen der freilaufenden Hunde der Schutz der Vogelbrut gefährdet sei.

Ein Verhaltenskodex soll die Wogen glätten

Die Entscheidung über den Antrag auf Leinenzwang ist in der Gemeindevertretung aber vertagt worden, weil die Betroffenen in die Debatte mit eingeschlossen wurden. Landwirte, Hundehalter, Jäger, Fischer und Naturschützer haben gemeinsam einen Verhaltenskodex erarbeitet. Dieser beinhaltet eine Begrenzung der Hundelaufstrecke auf das Gebiet entlang des inneren Rheindammes bis zur bewirtschafteten Fläche zwischen Altach und Koblach sowie die Errichtung eines Hundespielplatzes und die Montage zusätzlicher Hundekotstationen. Wer beim “Gassi gehen” auf Fußgänger oder Radfahrer trifft, sollte seinen Hund an die Leine nehmen.

Entscheidung erst im Frühjahr

Laut Bürgermeister Rainer Siegele soll diese Vereinbarung auf Tafeln befestigt und probeweise für ein Jahr eingeführt werden: “Sollte es nicht funktionieren, kann man immer noch eine Verordnung einführen.” Wobei ihm ein Leinenzwang ohnehin zu aufwändig erscheint: “Es gibt keine Ortspolizei und die Bundespolizei wird das nicht kontrollieren, also müsste die Naturwacht einspringen.”

Abstimmung im März

Einig ist sich die komplette Gemeindevertretung nur darüber, dass eine Entscheidung nicht drängt. In den Wintermonaten sei ohnehin keinerlei Bewirtschaftung in der Umgebung. “Am 31. März wird dann darüber abgestimmt”, sagt Bgm. Rainer Siegele abschließend.

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