Vorarlberg: Berufsschullehrer fühlen sich übergangen

Robert Fink ist Bäcker und Berufsschul-Gewerkschafter. Vor Gericht erwartet er wenig Erfolg.
Robert Fink ist Bäcker und Berufsschul-Gewerkschafter. Vor Gericht erwartet er wenig Erfolg. ©VOL.AT/Hofmeister, Bilderbox
Derzeit klagen mehrere Vorarlberger Berufsschullehrer gegen eine Verlängerung der Unterrichtszeiten. Vonseiten der Gewerkschaft ist man erzürnt, sieht jedoch wenig Chance auf Erfolg.
Lehrer klagt gegen längere Unterrichtsstunden

Mit diesem Schuljahr dauert eine Unterrichtsstunde an den Vorarlberger Berufsschulen 50 statt 45 Minuten. Bei gewöhnlicherweise 10 Unterrichtseinheiten an einem Schultag bedeutet dies eine ganze Stunde mehr Arbeitszeit pro Tag, jedoch zum selben Zahltag wie zuvor. Deswegen klagt ein Berufsschullehrer das Land Vorarlberg, insgesamt vier solche Klagen von Lehrkräften liegen vor.

Bund änderte Unterrichtsdauer

Schuld ist ein neues Bundesgesetz, welches das Land Vorarlberg umsetzen müsse, verteidigt sich das Land Vorarlberg. Der klagende Berufsschullehrer fühlt sich von der Regierung durch die Gesetzesänderung übergangen, schließlich kam diese für ihn über Nacht ohne Einbindung der Sozialpartner. Ähnlich sieht es auch die Landesvertretung der Berufsschulen bei der Gewerkschaft des Öffentlichen Dienstes (GÖD).

Wenig Aussichten für Klagen

Daher habe man die Gesetzesänderung auch der Rechtsabteilung des GÖD vorgelegt, erklärt Landesvorsitzender der Fachvertretung Robert Fink gegenüber VOL.AT. Diese sehe jedoch keine Chance auf Erfolg bei den Klagen, räumt Fink ein. Man habe sich daher auf Landesebene eingebracht. Schließlich bedeute die Mehrarbeit nicht nur eine Belastung für die Pädagogen, sondern auch für die Schüler, die nun ebenfalls eine Arbeitsstunde mehr Schule am Tag haben.

Gesetzesänderung kam unerwartet

Ärgerlich ist für den Gewerkschafter auch der Zeitpunkt der Gesetzesänderung. Diese wurde kurz vor den Sommerferien im Juni kurzfristig durchgeführt – zu einem Zeitpunkt bei dem die meisten Schulen bereits ihre Stundenpläne für das nächste Schuljahr erstellt hatten. Diese mussten dadurch teilweise rapide umgebaut werden.

Information am 8.11.

Für den 8. November ist diesbezüglich eine Informationsveranstaltung für alle Berufsschullehrer geplant. Dort wird neben der gesetzlich verordneten Mehrarbeit auch weitere Probleme und Fragen zum Besoldungsrecht der Berufsschulpädagogen auf dem Plan stehen.

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