Vorarlberg: 38 Mitarbeiter der Sleepwell Kauffmann zur Kündigung vorgemerkt

Fertigung von Polstern und Decken findet zukünftig in Deutschland und der Ukraine statt.
Fertigung von Polstern und Decken findet zukünftig in Deutschland und der Ukraine statt. ©VOL.AT/Hartinger
Die Vorarlberger Sleepwell Kauffmann GmbH verlagert ihre Fertigung von Polstern und Decken ins Ausland und baut deshalb Personal ab.

38 der 70 Mitarbeiter sind beim Arbeitsmarktservice (AMS) zur Kündigung vorgemerkt worden, berichtete am Donnerstag ORF Radio Vorarlberg unter Bezugnahme auf die Geschäftsführung. Betroffen seien vor allem Näherinnen und Büroangestellte, hieß es.

Personalabbau bis zum 30. Juni abgeschlossen

Der Personalabbau soll laut Geschäftsführer Helmut Schrenk bis 30. Juni abgeschlossen sein. Man habe Mitarbeitern zwar den Wechsel in die Daunen- und Federnproduktion angeboten, angenommen habe das Offert aber fast niemand – weil es sich um körperlich schwere Arbeit handle, so Schrenk. Die Kündigungen – für die man bei der Sleepwell Kauffmann GmbH keine Alternative sieht – sollen so sozialverträglich wie möglich über die Bühne gehen. Dafür stehe ein mit einer sechsstelligen Summe dotierter Sozialplan aufgestellt.

Gruppe hat 900 Mitarbeiter

Die Sleepwell Kauffmann GmbH mit Sitz in Hörbranz (Bez. Bregenz) ist seit 2007 Teil der Austro Holding GmbH aus dem Umfeld von Erhard Grossnigg. Mit dem vor einem Jahr in Norddeutschland übernommenen Bettwarenhersteller Sanders (Sitz: Bramsche bei Osnabrück) bildet Kauffmann eine Gruppe. Zu dieser gehören neben dem Werk in Hörbranz auch Produktionsstandorte in Bramsche, Bad Bentheim und in der Ukraine. An den bisherigen Sanders-Standorten sind knapp 900 Mitarbeiter beschäftigt. Um die Effizienz von Produktion und Abläufen zu steigern, werden die Bereiche Näherei/Füllerei und Konfektion zukünftig in Deutschland und der Ukraine abgedeckt. In Hörbranz verbleiben der Vertrieb, die Daunenproduktion und ein Verkaufsbüro.

Schrenk zeigte sich aber zuversichtlich, dass der Produktionsstandort Hörbranz auf Jahre hinaus erhalten bleibe. Im Vorjahr sei der Umsatz von 11,9 auf 12,9 Mio. Euro gesteigert und die Ertragssituation verbessert worden, so der Geschäftsführer.

(APA)

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