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Vor Gericht: Tödliche Alkofahrt

Das Opfer, ein 29-jähriger Türke, hatte sich in den frühen Morgenstunden des 20. August 2005 auf der Schwarzachtobelstraße in Alberschwende zu einem waghalsigen Manöver hinreißen lassen.

Er überholte einen vor ihm fahrenden, ebenfalls gerade überholenden Pkw mit einem 26-jährigen Türken am Steuer. Dieser drängte ihn von der Straße ab und saß jetzt auf der Anklagebank des Bezirksgerichts Bregenz. Das Unfallopfer landete mit über 100 km/h in einem Brückengeländer, welches das Auto durchbohrte. Eine Woche später erlag der Mann seinen schweren Kopfverletzungen. Dass das Opfer äußerst leichtsinnig unterwegs war, steht fest. „Wir können nachweisen, dass der Verunglückte betrunken war“, so Verteidiger Nicolas Stieger.

Der angeklagte 26-jährige Türke aus Lauterach hatte hingegen nachweislich 0,0 Promille. Dass es sich bei dem tödlich Verunglückten um einen Raser handelte, bestätigte eine Bregenzerwälderin. Ihr war der Verunfallte kurz zuvor durch seine rücksichtslose Fahrweise aufgefallen. Auf der Strecke waren lediglich 60 km/ h zugelassen, es galt Überholverbot und der Verunglückte war nicht angeschnallt. „Den überwiegenden Schuldanteil trägt das tödlich verunglückte Opfer selbst“, so Bezirksrichter Christian Röthlin.

Dennoch kommt dem angeklagten türkischen Arbeiter eine Teilschuld zu, was ihm das Urteil wegen fahrlässiger Tötung einbrachte. 2000 Euro auf Bewährung – ist noch nicht rechtskräftig.

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