Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Vor dem Baubeginn für die neue Druckrohrleitung für Rodundwerk I

Nach rund 77 Jahren muss die Druckrohrleitung für das Rodundwerk I der illwerke vkw AG erneuert werden. Die Bauarbeiten starten in wenigen Wochen.
Mehr zum Thema

In den vergangenen 100 Jahren hat die illwerke vkw einen beachtlichen Kraftwerkspark errichtet. Dabei haben die Ingenieure allerhand Meisterleistungen vollbracht, denn die Kraftwerke des größten Vorarlberger Energiedienstleisters zählen zu den technisch ausgereiftesten Anlagen der Welt. Auch die ältesten Werke wurden immer wieder auf den neuesten Stand gebracht und liefern bis heute saubere Wasserkraft und damit einen aktiven Beitrag für den Klimaschutz.

Mit seiner Inbetriebnahme im Jahr 1943 ist das Rodundwerk I das älteste Pumpspeicherkraftwerk der Werksgruppe Obere Ill-Lünersee. Direkt neben dem illwerke-vkw-zentrum Montafon in Vandans situiert, verfügt das Kraftwerk über vier Maschinensätze mit einem Regelarbeitsvermögen von 297 Gigawattstunden.

Parallel zur alten Leitung

Mit dem Ablauf der behördlichen Bewilligung für das Kraftwerk im Jahr 2024 werden nun einige Erneuerungsmaßnahmen notwendig. Direkt angrenzend an die bestehende Leitung soll eine neue Druckrohrleitung errichtet werden. Die Bauarbeiten starten in wenigen Wochen.

Der geplante neue Kraftabstieg wird einen Kilometer lang sein und das Staubecken Latschau in rund 1000 m Meereshöhe mit dem Pumpspeicherbecken Rodund I in 650 m Meereshöhe verbinden. Das Wasser wird talwärts durch einen hochliegenden Druckstollen und einen 36 Grad steilen Druckschacht mit anschließender Flachstrecke in die neue Verteilrohrleitung fließen und im Krafthaus Rodund den vier bestehenden Turbinen zugeführt. Vom oberen Becken bis zu den Maschinen überwindet das Wasser rund 354 Meter Fallhöhe, ehe es Strom produziert oder im umgekehrten Fall im Pump­betrieb Energie aus dem Netz nimmt und diese in Form von Wasser wieder speichert. 

Neue Verteilrohrleitung

Im Zuge der Arbeiten sollen sowohl der Druckschacht zwischen Latschau und Rodund als auch die bestehende ­Verteilrohrleitung vor dem Krafthaus Rodund erneuert werden.

Ende des Jahres wurden die Aufträge für die Herstellung des Stollensystems sowie die Errichtung der Stahlleitungen (Panzerung und Verteilrohrleitung) vergeben.

Vorarbeiten im Herbst

Bereits seit Herbst sind im Bereich Rodund Vorarbeiten im Gange, um Platz für den späteren Baustellenbetrieb zu schaffen. Dabei mussten bestehende Leitungen umgelegt, Bahngleise abgebaut und Infrastruktur des Unternehmens im Baubereich ab- und an anderer Stelle wiederaufgebaut werden. Zudem wurde von Spezialisten im Steilhang oberhalb des Baubereichs eine Steinschlagsicherung montiert.

Die Vorarbeiten für das Großprojekt starteten bereits im Jahr 2016 mit einer umfangreichen Variantenstudie. Läuft alles planmäßig, dann rechnen die Verantwortlichen mit einer Wiederinbetriebnahme des Kraftwerks mit Ende des Jahres 2023.

Mehr zum Thema
https://www.vol.at/specials/jetztimfokus4

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Jetzt im Fokus 4
  • Vor dem Baubeginn für die neue Druckrohrleitung für Rodundwerk I
  • Kommentare
    Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.