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Von wegen "Wonnemonat Mai"

Der Schlechtwetter-Mai lässt viele leiden. Nur den Allergikern tut er gut.

Es gibt die schlechte und die schlechte Nachricht. Die schlechte Nachricht: Das derzeitige Wetter ist eine Beleidigung für den Wonnemonat Mai. Es ist zu kalt und zu nass. Die schlechte Nachricht obendrauf: Es bleibt genauso bis mindestens Freitag vor Pfingsten – also noch über eine Woche.

Schauer, Schauer …

Der Mai hat es bis jetzt noch nicht einmal auf 20 Grad geschafft. Und es wird noch grauslicher. „Der Feiertag bringt Wolken und Regen mit Temperaturen um die 14 Grad. Auch am Freitag Regen, wahrscheinlich sogar kräftig. Und auch am Samstag sind einzelne Schauer zu erwarten. Die Temperatur könnte noch weiter zurückgehen, die Schneefallgrenze sinkt auf 1500 Meter“, erzählt Arnold Tschofen von der ZAMG in Bregenz nichts Positives. „An der Gesamtcharakteristik des Wetters wird sich auch bis Freitag kommender Woche garantiert nichts ändern“, so Tschofen weiter. Der Handel hat mit diesen Prognosen keine Freude. „Sommerbekleidung, Gartenartikel, Getränke, Grillsachen. In diesen Bereichen verkauft sich derzeit natürlich nicht viel.

Hoffen auf Wende

Nur gut, dass März und April diesbezüglich viel besser waren“, verrät Michael Tagwerker, Spartengeschäftsführer Handel in der Wirtschaftskammer. Es sei noch nicht dramatisch, „aber irgendwann an Pfingsten täte ein Wetterumschwung in Richtung Frühling und Sommer gut“, so Tagwerker.

Niemand will Eis

Sehr wohl dramatisch sieht Andrew Nussbaumer, Vorarlberger Wirtevertreter und Eis-Großhändler die Situation. „Vor allem beim Eis ist es eine Katastrophe. Es wird derzeit um etwa 75 Prozent weniger Eis konsumiert. Ich beliefere 30 Eisdielen, habe selber zwei und vor ­Kurzem erst Personal eingestellt. Es ist wirklich alles andere als angenehm. Vor allem wenn man sich vor Augen führt, dass dieses schlechte Wetter noch bis Pfingsten anhält.“ Auch für die Gastgärten und Freiluftcafés sei dieses Wetter Gift. „Die Leute sitzen untertags am liebsten im Frühling draußen. Im Hochsommer bei 30 Grad ist es ihnen zu heiß. Diese verregneten Frühlingstage sind daher nicht mehr wettzumachen“, klagt Nussbaumer.

Die Gewinner

Immerhin gibt es auch Gewinner der derzeitigen Wetterlage. Und zwar Pollen­allergiker. „Die Luft wird durch den Regen richtig ausgewaschen. Das reduziert die Probleme für Allergiker deutlich. Doch ganz entrinnen können sie ihrem Leiden allerdings nicht“, weiß HNO-Arzt Dr. Gernot Hämmerle aus Feldkirch.

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