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Von Vorarlbergern restauriert - Orgel im Stephansdom

Erster Auftritt nach Vierteljahrhundert Pause - Die von der Vorarlberger Firma Rieger erneuerte Riesenorgel im Stephansdom.
Erster Auftritt nach Vierteljahrhundert Pause - Die von der Vorarlberger Firma Rieger erneuerte Riesenorgel im Stephansdom. ©APA
Seit Sonntag erklingt die Riesenorgel im Wiener Stephansdom wieder. Gebaut wurde das Instrument von der Vorarlberger Firma Rieger Orgelbau.
Orgel-Weihe im Stephansdom
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Großer Bahnhof für ein großes Instrument: Die Riesenorgel im Stephansdom hatte am Sonntag ihren ersten großen Auftritt nach einem Vierteljahrhundert Pause.

Die Orgel wurde umfassend erneuert. Die Domorganisten Konstantin Reymaier und Ernst Wally machten sich nach einem geistlichen Wort von Kardinal Christoph Schönborn für das erste Konzert ans Werk - wobei die Orgel am Sonntag auch schon zuvor erklang.

Denn bereits um 9 Uhr leitete der Wiener Erzbischof einen Weihegottesdienst, in dem der jetzt technisch mit der Chororgel synchronisierten Riesenorgel eine Hauptrolle zukam, wie es im Vorfeld hieß. Auch hier fungierten Reymaier und Wally als Organisten bei der Aufführung von Yves Castagnets Messe "Salve Regina".

Ein weiterer Programmpunkt am "Riesenorgelsonntag" war eine Orgelmesse um 12 Uhr. Nach der offiziellen Weihe war dann um 16 Uhr eine Orgelpräsentation durch Mitarbeiter der mit der Restaurierung von Österreichs größter Orgel betrauten Firma Rieger aus Schwarzach eingeplant. Es folgten insgesamt zwei Abendmessen und ein Nachtkonzert.

Freunden des Orgelbaus war am Sonntag auch eine Veranstaltung im Erdgeschoß des Curhauses (Stephansplatz 3) dringend empfohlen: ein Orgelpfeifen-Basar. Dort konnten die letzten ausgemusterten Pfeifen der alten Riesenorgel gegen eine Spende erstanden werden.

Die Geschichte der Riesenorgel

Das neue Großinstrument verfügt über 130 Register, zusammen mit der Chororgel kann sie von einem Zentralspieltisch mit fünf Manualen gespielt werden. Gemeinsam verfügen die Anlagen über insgesamt 12.616 Orgelpfeifen.

Die frühere Riesenorgel wurde beim Brand des Doms 1945 ein Raub der Flammen. 1956 wurde eine Nachfolgerin eingebaut - mit 125 Registern und 10.000 Pfeifen. Im Oktober 1960 wurde diese eingeweiht. Sie tat 30 Jahre ihren Dienst, ehe sie vor 25 Jahren verstummte. Im November 2017 startete schließlich der Verein "Unser Stephansdom" eine Spendenkampagne zur Aufbringung der Mittel für einen Neustart.

Die Kosten des Großprojekts liegen laut Kathpress bei rund drei Millionen Euro. Zweieinhalb Jahren arbeitete die Orgelbauwerkstatt Rieger aus Schwarzach in Vorarlberg an dem Instrument. Ein Großteil der alten Orgelpfeifen wurde demnach überprüft, gesäubert und in der Folge beim Wiederaufbau integriert. Durch eine andere Aufstellung der Orgelregister sei das Instrument grundlegend überarbeiteten worden, hieß es.

(APA)

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