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Von Pferden und deren Flüsterer

Bei den Fuhrmannstagen zeigten Ross und Fuhrmann ihr Können
Bei den Fuhrmannstagen zeigten Ross und Fuhrmann ihr Können ©Gerty Lang
  Vergangenes Wochenende traf sich die Elite der Fuhrmänner auf der Alpe Büla. Dornbirn. Spannend war er, der Wettkampf der Fuhrmänner mit ihren Norikern und Rheinländern.
Fuhrmannstage auf der Alpe Büla

Mit ihren prächtigen Pferden räumen sie im Winter den Schnee, transportieren Lasten auf Almen oder rücken Holz in abgelegenen Waldstücken oder haben den Pferdesport zu ihrem Hobby gemacht. Zum achten Mal trafen sie sich nun auf der Alpe Büla, oberhalb Kehlegg. Obwohl das Wetter alles andere als einladend und der Boden schwer war, gaben Fuhrmann und Pferd ihr Bestes. Doch leider lief so manchem die Zeit davon. „Wir haben 48 Teilnehmer aus Österreich, der Schweiz und Deutschland. Beim Holzrücken ist große Geschicklichkeit gefordert. Alle Pferde müssen mit einem angehängten Holzstamm einen Hindernisparcours bewältigen, der der echten Arbeit im Holz nachempfunden ist. Neben einem Zeitlimit geht es vor allem um eine fehlerfreie Bewältigung des Kurses. Das heißt Konzentration bei Pferd und Fuhrmann. Für das Pferd bedeutet das enorme Kopfarbeit, da es nur mit der Stimme des Halters gelenkt werden darf. Also links, rechts, vorwärts und zurück. Und das alles, ohne nervös zu werden,“ erklärt Wolfgang Dreher, der mit seinem Bruder Jörg die Veranstaltung durchführt. „Josef Schädler ist mit seinem Pferd ein eingespieltes Team, fährt am einfachen Leitseil, also in der höchsten Disziplin.“ Inzwischen werden Nora, Flicka, Schatzi, Gerti, Ivan, Falco und auch Rocky auf ihren Einsatz für den Schwerzug vorbereitet. Einige der Stuten sind sichtlich nervös, schaffen aber die 40 Meter locker. „Pauli hat schon 2,5 Tonnen gezogen, also das Dreifache seines Gewichts.“ Beim Schwerzug geht es um Ausdauer und Kraft. Das Pferd wird ebenfalls ausschließlich mit der Stimme zu Höchstleistungen in jenen zwei Minuten angetrieben. Bei jedem Durchgang werden auf dem Schlitten noch mehr Holzstämme gepackt. Wer die größte Last zieht, geht als Sieger hervor. „Einer der Höhepunkte ist am Abend der Doppelspännerbewerb. Hier ist die Zusammenarbeit von zwei Rössern gefragt.“ Anton Laux, in den Augen seiner Kollegen der beste Holzer ganz Deutschlands, hat den Rheinländer Eddi mitgebracht. „Er ist noch in Ausbildung und es ist sein erster Einsatz.“

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