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Von der Steigerung des Körpergefühls

Reißübung von Tobias (6), Julio (18), Lucas (22) und Rudolf (40)
Reißübung von Tobias (6), Julio (18), Lucas (22) und Rudolf (40) ©Gerty Lang
Stemmen

Vereine im Focus: Union Stemmclub Dornbirn

Beim Union Stemmclub Dornbirn gehen Koordination und Schnelligkeit Hand in Hand.
Dornbirn. „Das Gewichtheben ist eine schwerathletische Sportart, bei der eine Langhantel durch Reißen oder Stoßen zur Hochstrecke gebracht wird“, so kann man es im Wörterbuch nachlesen. Eines sei vorauszuschicken: „Für Weicheier ist diese Sportart nicht geeignet“, grinst Günter Pleßnitzer vom Stemmclub. Eine Runde „gewichtiger“ muskulöser Herren hat sich in der Turnhalle der HS Haselstauden zusammengefunden, um einen kleinen Einblick in diese Sportart zu gewähren. „Das Krafttraining beim Gewichtheben wirkt sich positiv auf Haltung und Körperbewusstsein aus und ist sinnvoll bei Störungen des Bewegungsapparates und zur Vorbeugung bzw. Beseitigung von Haltungsschäden. Eine wichtige Voraussetzung ist dabei allerdings die Korrektheit der Ausführungen bzw. eine entsprechende Dosierung der Belastung. Bei Schülern und Jugendlichen wird hauptsächlich auf allgemeine Körperausbildung und stufenweises Erlernen der Technik fast ohne Belastung geachtet. Dass das Gewichtheben bis ins hohe Alter ausgeübt werden kann, beweisen die Senioren, die international sehr erfolgreich sind“, erzählt Rudolf Diem mit einem Blick auf den bereits 71jährigen Bernhard Riedl. Dieser wurde nämlich acht Mal Staatsmeister, hält sieben österreichische Rekorde, wurde 2011 Europameister und Vizeweltmeister mit 117,5 kg Reißen und 147,5 kg Stoßen in seiner Altersklasse. Aber auch Diem erreichte bei der WM der Masters in Limasol den ausgezeichneten 4. Platz. Auf 48 Jahre Vereinsgeschichte können die Dornbirner Stemmer inzwischen zurückblicken. Es gab in Bregenz schon seit längerer Zeit einen Stemmclub, dem auch einige Dornbirner, sowie der Hohenemser Elmar Mathis angehörten. Um am Training teilzunehmen mussten sie jedoch zwei Mal in der Woche meist mit dem Fahrrad, Moped oder Zug nach Bregenz fahren. Da dies sehr umständlich war und es auch zu Unstimmigkeiten kam, beschlossen sie, in Dornbirn einen Stemmclub zu gründen. Im September 1963 fand im Vereinshaus in Dornbirn die Gründungsversammlung statt. Es wurde beschlossen der TS Dornbirn als Sektion beizutreten. Sektionsleiter war damals Hubert Nussbaumer, der Vater des Musikers George Nussbaumer. Neben der Technik sind beim Gewichtheben insbesondere Schnelligkeit, Kraft, Koordination und Beweglichkeit für den Erfolg maßgeblich. „Die Beine leisten beim Reißen und Stoßen die Hauptarbeit, und nicht, wie oft angenommen, die Arme. Von verwandten Sportarten wie Kraftdreikampf und Bodybuilding, unterscheidet sich Gewichtheben vor allem dadurch, dass neben der Steigerung der Körperkraft, konditionelle Eigenschaften wie Schnellkraft, Beweglichkeit und koordinative Fähigkeiten gefördert werden. Als Ausgleich für das Training mit Gewichtsbelastungen werden Gymnastik, Dehnungsübungen und leichtathletische Disziplinen durchgeführt“, erzählt Werner Schneider, der seit 15 Jahren eine neue Hüfte besitzt und nach wie vor ein begeisterter, durchtrainierter Gewichtheber ist.

Info und Kontakt: Günter Pleßnitzer, Tel. 0650 8536002

Vereinsfacts:
1963 Gründung des Vereins Union Stemmclub Dornbirn
47 Mitglieder
16 aktive Gewichtheber
8 Jahre Mindestalter

Warum bist du bei den Stemmern?

Ich bin erst seit einem Jahr dabei, aber bereits vom Stemmvirus infiziert. Besonders gut gefallen mir die Wettkämpfe. Ich trainiere bis zu vier Mal in der Woche. Stemmen ist das Beste, was man für seinen Körper tun kann.
Lucas Kohler, 22, Andelsbuch

Seit 25 Jahren bin ich im Verein. Meine Rückenschmerzen besiegte ich durch das Training und es gibt auch einen athletischen Körper. Man wird fit wie ein Turnschuh. Stemmen baucht 100 Prozent Idealismus.
Rudolf Diem, 40, Hohenems

1955 habe ich mit dem Stemmen begonnen, da ich klein und schwach war. Dann folgte eine Unterbrechung. Nach meiner Bandscheibenoperation habe ich mit dem Stemmen wieder angefangen. Seither tut mir nichts mehr weh.
Bernhard Riedl, 71, Dornbirn

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