Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Von der Schule auf die Seebühne

Lea und Efsa stehen bei "Carmen" auf der Bühne.
Lea und Efsa stehen bei "Carmen" auf der Bühne. ©Bregenzer Festspiele/Lisa Mathis
Lea aus Hohenweiler und Efsa aus Lauterach feiern in den kommenden zwei Wochen ihren vierzehnten Geburtstag – und stehen schon auf der größten Seebühne der Welt.

Bei Carmen singen sie nicht nur im Kinderchor, sondern spielen auch die Rolle der Carmen in Mädchenjahren. Im Interview mit den Bregenzer Festspielen erzählen sie von ihrem Casting, klebrigen Karten und der Schneekönigin Elsa.

Ihr singt im Kinderchor. Wie kam es dazu, dass ihr auch allabendlich abwechselnd – eine singt im Chor, die andere ist auf der Bühne – als das Mädchen Carmen zu sehen seid?

Lea: Von unserer Schule wurden einige Mädchen zum Casting eingeladen. Da lernten wir den Regisseur Kasper Holten kennen. Kasper hat uns erklärt, dass wir uns vorstellen sollten ohne Eltern zu sein, dass Carmen ein armes Mädchen ohne Freunde und Freude ist. Das mussten wir dann spielen.

Efsa: Ja, da lag eine Puppe auf der Bühne und ich musste zu ihr rüber gehen. Sie aufheben, mit ihr tanzen und als Kaspar klatschte, musste ich sie loslassen und weglaufen. Dann sollte ich Karten legen, wie die große Carmen das macht. Und mich vor einem Spiegel schminken und so tun als ob ich erwachsen wäre. Geweint habe ich auch.

Lea: Ich habe beim Casting mit einem Fächer getanzt. Als wir erfahren haben, dass wir zwei dabei sind, haben wir das zuerst gar nicht kapiert. Dann haben wir uns aber umarmt und extrem gefreut.

Was war das für ein Gefühl, als ihr das erste Mal bei den Proben auf der Seebühne gestanden seid?

Efsa: Am 24. Juni hatten wir die erste Probe. Und ich dachte mir, was für eine Ehre und was für eine einmalige Chance das für mich ist.

Lea: Mir ging es genauso. Und ich hab erst dann gesehen, wie riesig die Bühne ist. Von der Tribüne aus sieht das alles kleiner aus. Aber das sind extrem weite Wege, die wir da zurücklegen.

Die letzten Proben vor der Premiere sind im Gange. Wie können wir uns euren „Theater-Alltag“ und das Geschehen auf der Hinterbühne, von dem das Publikum nichts mitbekommt, vorstellen?

Lea: Bis Schulende haben wir einmal pro Woche geprobt. Jetzt kommen wir um 19 Uhr und dann werden uns die Haare gemacht und wir ziehen unser Kostüm an. Wir haben ein wunderschönes, rotes Kleid im Flamencostil. Da fühl ich mich ganz anders, wenn ich das trage.

Efsa: Und auch die Perücken sind super. Ich sehe aus wie die Schneekönigin Elsa, nur mit dunklen Haaren. Letzen Samstag haben wir zum ersten Mal alle gemeinsam geprobt. Da sind dann ganz viele Leute auf der Hinterbühne. Es ist dort extrem laut. Aber alle sind so nett, offen und freundlich. Ich habe schon einige neue Freundschaften geschlossen. Nur die Spinnen mag ich nicht.

Lea: Wir werden auch super versorgt auf der Hinterbühne. Es gibt immer Tee und Suppe, die schmeckt echt gut.

Wenn ihr von Tee und Suppe sprecht, dann denkt man sofort an Regenwetter und kalte Temperaturen. Wie geht ihr damit um, wenn es während der Proben regnet?

Lea: Auf der Bühne merke ich den Regen kaum, da bin ich konzentriert. In einer Szene muss ich Spielkarten in die Luft werfen. Wenn es regnet und sie nass sind, kleben die Karten aneinander und da wird das Werfen schwer. Ich finde es aber auch lustig, wenn alle triefend nass von der Bühne kommen. Natürlich ist es herrlich bei schönem Sommerwetter zu spielen. Aber mir macht der Regen nichts aus.

Efsa: Ich mag den Regen nicht gerne, das Kostüm saugt sich dann so voll. Letztens war die Bühne nass und ich bin ausgerutscht. Ich bin einfach aufgestanden und habe weitergespielt, ich wollte die Szene nicht ruinieren. Der Knöchel tut jetzt immer noch ein wenig weh, aber das geht schon.

Am 19. Juli geht es los. Spürt ihr schon das Lampenfieber?

Lea: Jetzt noch nicht, aber ich glaube das kommt sicher vor der ersten Aufführung.

Efsa: Bis jetzt bin ich entspannt. Ich versuche mich einfach auf die Bühne zu konzentrieren und das Publikum auszublenden. Ich finde es vor allem sehr cool, dass die Premiere im Fernsehen übertragen wird.

Zum Abschluss: Habt ihr Theaterblut geleckt? Würdet ihr das gerne weiterhin machen?

Efsa: Ja! Ich würde gerne auf die Bühne und dort tanzen, singen und spielen. Ich glaube, wenn man das wirklich möchte, funktioniert das auch.

Lea: Das glaube ich auch. Aber ich möchte mich noch nicht festlegen. Ich weiß noch nicht, ob das für mich der richtige Beruf ist. Ich weiß aber: Wir beide wären gerne nächstes Jahr wieder bei den Festspielen dabei.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Von der Schule auf die Seebühne
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen