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Von der Schule¬ direkt an den OP-Tisch

Neues Gesetz soll Ausbildung von OP-Pflegepersonal erleichtern.
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Der berufliche Weg eines Pflegers in den OP ist derzeit, zumindest in Österreich, noch ein weiter. Zuerst muss das Diplom in allgemeiner Gesundheits- und Krankenpflege her, danach kann in die berufsbegleitende einjährige OP-Sonderausbildung gestartet werden. Ein weiteres Unikum: Diese Spezialisierung muss innerhalb von fünf Jahren nach Erwerb des Diploms erfolgen. Deshalb sind, um den OP-Betrieb personell nicht auszuhungern, die Kurse mit maximal acht bis zehn Teilnehmern relativ klein gehalten. Doch nun ist Besserung in Sicht. Ein neues Gesetz soll die Ausbildung zur OP-Pflege neu regeln. Wie in Deutschland soll künftig kein allgemeines Diplom mehr erforderlich sein. Ob die Ausbildung zwei oder drei Jahre dauert, ist noch nicht festgeschrieben. Der Direktor der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Feldkirch, Guntram Rederer, befürwortet die Lösung in jedem Fall, weil es die ­Situation in den OPs entlasten ­würde, wie er sagt.

Herausforderungen

Mirjam Burger (34) hat die lange Ausbildung zur OP-Pflegerin gerne auf sich genommen. „Ich wollte das immer schon machen, obwohl ich nicht wusste, was auf mich zukommt“, erzählt die Schrunserin. Ein Praktikum bestärkte Burger in ihrem Berufswunsch, und so ging es für sie 2010 von der Schule direkt an den OP-Tisch. Mittlerweile arbeitet sie als stellvertretende Leiterin des Funktionsbereichs Pflege im Cluster 1 des neuen OP-Zentrums am LKH Feldkirch, das die Bereiche Gefäß- und Allgemeinchirurgie sowie Urologie und Gynäkologie umfasst. Daneben absolviert sie derzeit ein berufsbegleitendes Studium mit dem Schwerpunkt Pflegemanagement in Wien. Im Oktober steht die letzte große Prüfung an, dann ist Mirjam Burger bereit, die Leitung in Cluster 1 zu übernehmen. Sie freut sich schon jetzt auf die Herausforderung. Zudem lasse es sich in den lichten Räumlichkeiten viel besser arbeiten.

Schwierige Anerkennung

Ihre Kollegin, Henrike Dreisvogt (35), kam vor zwei Jahren aus Deutschland ins LKH Feldkirch. Zum einen trieb sie die Liebe zu den Bergen ins Land, zum anderen wollte sie den immer schlechter werdenden Arbeitsbedingungen entkommen. „Hier steht noch der Patient im Mittelpunkt“, sagt Dreisvogt, deren offizielle Berufsbezeichnung „Operationstechnische Assistentin“ (OTA) lautet. Nach ihrem Umzug war sie die erste OTA in Österreich. Allerdings dauerte es drei Monate, bis sie vom Ministerium die erforderliche Anerkennung erhielt. Inzwischen ist alles im Lot und Henrike Dreisvogt fühlt sich rundum wohl an ihrem hochmodernen Arbeitsplatz.

Dort hat sie die Leitung des Funktionsbereichs Pflege für Cluster 3 inne. Er umfasst die Bereiche HNO, Mund-, Kiefer- und Gesichts­chirurgie sowie Neurochirurgie. An ihrem Job schätzt Dreisvogt die Abwechslung, die Arbeit an und mit Menschen sowie die technischen Innovationen, die so viel an Hilfe möglich machen. Dabei ist die Tätigkeit eine fordernde. „Man muss in jeder Sekunde hellwach und konzentriert sein, und jeder Handgriff muss sitzen“, sagt die junge Frau. Nicht umsonst dauert es ein Jahr, bis sich ein Diplompfleger in einem OP auskennt. „Für diese Kollegen ist es ein kompletter Neustart“, weiß Henrike Dreisvogt.

Zitat: „Um den OP-Betrieb personell nicht auszuhungern, sind die Kurse relativ klein gehalten.“ Guntram Rederer Direktor GKPS Feldkirch

Der nächste Kurs „Pflege im Operationsbereich“ startet im Herbst 2019 an der Krankenpflegeschule Feldkirch, Infos: www.krankenpflegeschulen.at

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