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Von Aeschs Ehefrau: "Er war nicht pädophil"

Schwarzach - Die Ehefrau des mutmaßlichen Ylenia-Entführers kann sich vorstellen, dass ihr Mann das Kind umgebracht hat. Er sei aber nicht pädophil gewesen.  

Das sagte sie dem „SonntagsBlick“. Die bei Urs Hans Von Aesch konfiszierten Computer würden jetzt in der Schweiz ausgewertet, sagte der St. Galler Kripochef der „SonntagsZeitung“. Sie könne sich leider vorstellen, dass ihr Mann die seit vergangenem 31. Juli vermisste Ylenia umgebracht habe, sagte die Ehefrau von Urs Hans Von Aesch in einem Interview des „SonntagsBlicks“. Was er dem Kind angetan habe, wisse sie absolut nicht. Sie wisse auch nicht, wo es sein könnte.

Eine pädophile Veranlagung ihres Mannes, der sich am vergangenen 31. Juli in einem Waldgebiet erschossen hatte, verneinte die Frau. „Er war nicht pädophil“, sagte sie. Ihr 67-jähriger Mann sei sehr kontaktfreudig gewesen und habe mit allen möglichen Leuten gesprochen. Dass ihr Mann irgendwann einmal Selbstmord begehen werde, sei für sie seit ein paar Jahren klar gewesen.

Er sei in den letzten drei Jahren krank und energielos gewesen. Vielleicht habe ihr Mann gedacht, er erspare wenigstens einem Kind dieses elende Leben auf dieser Welt. „Ich kann nicht ausschließen, dass er so weit gekommen ist“, fügte sie an.

Mutmaßungen, wonach die spanische Polizei auf den Computern Von Aeschs in Spanien gelöschte Daten mit kinderpornografischem Material gefunden haben, wurden vom St. Galler Kripochef Bruno Fehr nicht bestätigt. Bisher seien die Computer nicht untersucht worden – nach Abklärungen über Interpol auch nicht von spanischen Polizisten, wurde Fehr in der „SonntagsZeitung“ zitiert. Nach den Regeln der internationalen Rechtshilfe würden solche Abklärungen nicht durch die vollziehenden Instanzen durchgeführt, sondern durch die Auftraggeber, im konkreten Fall also durch die St. Galler Behörden.

Die Computer gehören zu dem Material, das die spanischen Behörden im Haus der Von Aeschs in Benimantel sichergestellt hatten. Es ist inzwischen in St. Gallen eingetroffen und wird nun von den Behörden gesichtet und analysiert.

Von der fünfeinhalbjährigen Ylenia fehlt nach wie vor jede Spur. Die Polizei geht davon aus, dass das Kind von Von Aesch entführt worden ist. Dieser war tags darauf tot im Wald bei Oberbüren aufgefunden worden. Auf Grund von DNA-Auswertungen wird mit mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen, dass sich Ylenia in Von Aeschs Auto befunden hatte.

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