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Vom Spenden in Krisenzeiten

Gutes tun mit steuerlich vorteilhaften Spenden an begünstigte Empfänger

Die in steuerlicher Hinsicht begünstigte Behandlung von Spenden ist zwar aus einem gesetzlichen Blickwinkel betrachtet kein aktuelles Thema – sind die entsprechenden Regelungen seit mehr als zehn Jahren im Wesentlichen unverändert – jedoch gewinnt das Thema in Corona-Zeiten an Bedeutung. 

Notlagen lindern

Die Entwicklungen der letzten Monate und die damit verbundene Unsicherheit oder Angst führen einerseits vermutlich dazu, dass sparsamer mit den verfügbaren Mitteln umgegangen wird und von Spenden eher abgesehen wird. Andererseits sind diese Spenden aber gerade in Zeiten wie diesen enorm wichtig, da viele gemeinnützige Institutionen wesentlich von Spenden abhängig sind. Da die Corona-Krise in vielen Fällen Notlagen hervorgerufen hat, ist es umso wichtiger, das Spendeverhalten – sofern es die persönlichen Möglichkeiten zulassen – nicht zu reduzieren, damit die Institutionen ihre Tätigkeiten weiter und verstärkt ausführen können. Anreiz hierzu leistet die Spendenabsetzbarkeit: Spenden an spendenbegünstigte Organisationen können vom Spender unter bestimmten Voraussetzungen bis zu einem Ausmaß von 10% des Einkommens steuerlich geltend gemacht werden. Das bedeutet, es reduziert sich die Steuerbemessungsgrundlage und folglich die Steuerbelastung. Voraussetzung ist, dass es sich um eine freiwillig geleistete Spende handelt – Pflichtbeiträge wie beispielsweise Kirchenbeiträge oder Mitgliedsbeiträge gelten nicht als Spende. Aus dem Privatvermögen sind außerdem nur Geldspenden steuerlich wirksam. Die Spenden werden als „Sonderausgaben“ in die Einkommensteuererklärung bzw. die Arbeitnehmerveranlagung eingetragen. Damit sie als solche berücksichtigt werden, muss der Spender der spendenempfangenden Organisation Vor- und Nachname sowie Geburtsdatum bekannt geben.

Spendenbegünstigte Empfänger

Weitere Voraussetzung für die steuerliche Absetzbarkeit ist, dass an eine spendenbegünstigte Einrichtung gespendet wird. Diese können in zwei Gruppen eingeteilt werden – jene, die im Gesetz explizit aufgezählt werden und somit automatisch spendenbegünstigt sind (Universitäten, bestimmte Museen etc.) und jene, die durch Bescheid festgestellte begünstigte Einrichtungen sind.

Jährliche Bestätigung

Um den Bescheid zu erlangen, müssen die Organisationen begünstigte Zwecke verfolgen oder für die Erfüllung begünstigter Zwecke Spenden sammeln und weitergeben – begünstigte Zwecke sind unter anderem mildtätige Zwecke, die Entwicklungs- oder Katastrophenhilfe. Weiteres Kriterium ist die Begrenzung der Verwaltungskosten, die im Zusammenhang mit der Spendenverwendung stehen – diese dürfen 10% der Spendeneinnahmen nicht überschreiten. Dadurch wird eine sparsame Verwaltung gewährleistet. Die Erfüllung der Voraussetzungen, welche zur Erteilung des Bescheides erforderlich sind, muss jährlich von einem Wirtschaftsprüfer geprüft und bestätigt werden.

Hinweis: Ob bzw. welche Organisationen als begünstigte Spendenempfänger gelten, ist auf der Liste der spendenbegünstigten Empfänger, welche auf der Homepage des Bundesministeriums für Finanzen abrufbar ist, ersichtlich.

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