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Vom Milchkrieg zum Verein

Die Gisig'r Milchsüppl'r feiern heuer ihr 25-jähriges Bestehen.
Die Gisig'r Milchsüppl'r feiern heuer ihr 25-jähriges Bestehen. ©fep
Gisig\'r Milchsüppl\'r

Im Jahre 1985 wurden die “Gisig’r Milchsüppl’r” von vierzehn narrenbegeisterten Mitgliedern gegründet, wobei die Idee der Namensgebung vom damaligen Obmann Ferdi Lampert stammt. Der heutige Ehrenpräsident erinnert sich: “In alten Zeiten herrschte sozusagen Milchkrieg zwischen der Gisinger und Nofler Bevölkerung. Wo die Nofler zu wenig Milch gehabt hätten, so hiess es über die Gisinger, sie wären zu geizig um ihrer Nachbargemeinde davon etwas abzugeben – zuvor würden diese nämlich ihre überschüssige Milch in ihren Dorfbrunnen schütten. Es hiess: Die Gisinger würden ihr eigenes Süpple kochen.” Genauso spassig wie der Ursprung ihres Vereinsnamens ging es auch die ganzen Jahre weiter: So sind die “Gisig’r Milchsüppl’r” beispielsweise nicht zuletzt wegen ihren Funkenabbrennens bekannt geworden: In den Jahren 2006 und 2007 mussten sie ihre Hexe bestatten, und beim Funkentreiben im letzten Jahr war wegen dem starken Funkenflug sogar die Ortsfeuerwehren Gisingen und Nofels tatkräftig im Einsatz. Nichts desto trotz bemühen sich die “Milchsüppl’r”, für ihre Bevölkerung einen stattlichen Funken zu erbauen. Seit drei Jahren können auch die Kleinen ihren eigenen Funken errichten, und erhalten zum Dank für ihre Arbeit feine Würstle. Des Abends dann, nach dem grossen Abbrennen, sorgt bekannterweise Pyrotechniker Roland Staudacher mit seinem Team für ein fantastisches Klangfeuerwerk.

Kinderfaschingsumzug

Die Funkenhexe ist auch heuer wieder pünktlich zum Faschingsdienstag fertig gebastelt, um sie dann beim Kinderfaschingsumzug der Bevölkerung vorzustellen. Die Idee des Kinderumzuges stammt vom ehemaligen Obmann des Vereins, Robert Fink, und “erfreute sich bereits beim ersten mal anno 2003 an einem solch grossen Anklang, dass wir diesen jährlich veranstalten.” Mittlerweile ziehen nicht nur Kindergärtler und Volksschüler aus Gisingen und Nofels durch die Strassen der Gemeinde, sondern auch der Musikverein Gisingen und Vertreter des Rathauses sowie der WIGI, welche den Kindern im Anschluss eine Jause spendiert.

Einzige Funkenfrau

Natürlich wird auch die Kameradschaft bei den “Gisig’r Milchsüppl’r” sehr gross geschrieben. So gehört der jährliche Vereinsausflug genauso mit dazu, wie auch der Besuch von Veranstaltungen anderer Zünfte. Seit Mai diesen Jahres fungiert Tamara Nitz als Obfrau, und ist damit die einzige Funkenfrau Vorarlbergs. Besonders stolz ist der Verein auf ihren Wagen, den er vor drei Jahren gemeinsam baute: Getreu der Namensgebung befindet sich darauf eine Nachbildung des Dorfbrunnens mit einer Kuh auf der Wiese. Übrigens: Dass der “Milchkrieg” zwischen Nofels und Gisingen schon längst begraben wurde und nur mehr als Scherz verstanden wird, beweist sich wohl auch dadurch, dass unter den 49 Mitgliedern zwischenzeitlich auch vier Nofler dabei sind. Neue Mitglieder sind herzlich willkommen – Tel.: 0664 / 5536111.

Vorankündigung: Am Faschingsdienstag, dem 8. März 2011 findet um 10.00 Uhr der Kinderumzug statt. Ab dem Haus Gisingen, über die Haupt-, Ring- und Bifangstrasse bis hin zum Hotel Büchel ziehen heuer 830 Kinder in über 40 Gruppen durch die Gemeinde.

Umfrage: Was gefällt Ihnen bei den “Gisig’r Milchsüppl’r”?

BU 1: Robert Fink (49), ehem. Obmann
Der Verein ermöglicht es, Traditionen im Dorf wie den Funken und unseren Kinderumzug aufrecht zu erhalten. Mir gefällt, dass mehrere Generationen zusammen arbeiten und etwas bewirken können. Vorteilhaft finde ich, dass sich unsere Vereinsaktivitäten auf einen bestimmten Zeitraum beschränken.

BU 2: Tamara Nitz (19), Obfrau
Ich bin stolz, Obfrau und Nachfolgerin von Fink Robert sein zu dürfen. Das familiäre Klima im Verein und die gute Zusammenarbeit gefallen mir und motivieren mich zu meiner Arbeit! Ich bin auch sehr froh, dass ich Mitglieder habe, die voll und ganz hinter mir stehen und mich unterstützen. Ohne die wäre eine Leitung fast unmöglich! Wir haben das Jahr sehr gut gestartet, und ich wünsche mir, dass es bis zum Ende so bleibt!

BU 3: Tobias Allgäuer, 4 Jahre, Mitglied
Am besten gefällt mir, wenn ich auf dem Faschingswagen mitfahren darf. Von dort oben kann ich Zückerle werfen und ich darf auch selber ein paar essen. Die Musik auf dem Wagen ist echt cool. Ich gehe gerne mit auf dem Umzug.

Factbox:

400 kg Zückerle spendieren die “Gisig’r Milchsüppl’r” den Teilnehmern ihres Kinderumzugs.
100 kg Nägel verwendet der Verein für ihren Funkenbau.
25 Jahre “Gisig’r Milchsüppl’r” gilt es heuer zu feiern.

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