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Vom Getreide zum Mehl

Die Altpfadfinder erlebten eine lehrreiche Führung bei der der "Vorarlberg Mehl"
Die Altpfadfinder erlebten eine lehrreiche Führung bei der der "Vorarlberg Mehl" ©Helmut Köck
Rundgang bei Vorarlberg Mehl

Lehrreiche Führung der Altpfadfinder bei Vorarlberg Mehl, einem
Unternehmen von “echtem Schrot und Korn”, wie sie sich selbst definieren.

Feldkirch. Kürzlich gewährte der größte Vorarlberger Mühlenbetrieb einen Blick hinter die Kulissen ihres Betriebes, vielen Feldkirchern noch als “Verbandsmühle” bekannt. Das hier gemahlene Korn ist das einzige Haushaltsmehl, das in Vorarlberg hergestellt wird.

22.000 Tonnen jährlicher Ausstoß

Wolfgang Dobler, Obermüller und Leiter Produktion und Technik verstand es vorzüglich, den anwesenden Besuchern die nötigen Arbeitsschritte von der Anlieferung bis zum Versand zu erklären und wurde noch vom Kollegen Markus Schallert beim Rundgang unterstützt.

“Wir haben hier eine Vermahlungskapazität von ca. 120 Tonnen Weizen innert einem Tag, was einen Ausstoß von ca. 80 Tonnen Mehl täglich ergibt. Im Getreidesilo lagern an die 950 Tonnen Getreide, das konstant bei Temperatur gehalten werden muss. Ein Temperaturanstieg würde nämlich Käferbefall bedeuten. Daher sind daher auch der drittgrößte Stromabnehmer in der Montfortstadt”, so Betriebsleiter Dobler.

Stolz auf Regionalität

“Wir sind stolz auf die Regionalität und dass 80% der Vorarlberger Bäcker regelmäßig mit Vorarlberger Mehl arbeiten. Ansonsten gehen unsere Produkte aus Weichweizen, Dinkel und Durum (altes Urgetreide) in den Vorarlberger Handel, ins Tirol, nach Süddeutschland und bis nach Frankreich” so der Oberbäcker stolz.

Dreifache Reinigung

“Vor der Vermahlung wird das Getreide mechanisch mit Magneten, Sieben, Steinausleser usw. auf verschiedenen Maschinen intensiv gereinigt. Wir haben als erste Weizenmühle Österreichs eine “Sortex” installiert. Diese High-Tech-Anlage fotografiert digital jedes einzelne Korn mit Hochleistungskameras und vergleicht computergesteuert die Kornfarbe mit einer “Sollfarbe”. Bei der geringsten Abweichung wird das Korn, das nicht entspricht, mit Hochgeschwindigkeits-Druckluftdüsen herausgeschossen. diese Weise werden befallene oder unreife Körner, das giftige Mutterkorn, Getreide mit Keimverfärbungen und Getreidekäfer aussortiert. Das Mehl ist somit nicht nur rein – es ist auch mikrobiologisch einwandfrei”, erzählt stolz Wolfgang Dobler über diese technische Errungenschaft.

Mahlvorgang

Das saubere Speisegetreide wird dann auf modernsten Müllereimaschinen schonend zu Qualitätsmehlen vermahlen. Unter “Mahlen” versteht man die schonende Trennung des Mehles von den Schalenteilen in sich wiederholenden Arbeitsgängen. Dies geschieht im Walzenstuhl zwischen unterschiedlich geriffelten Stahlwalzen. Zwischen den einzelnen Walzenstühlen werden die gemahlenen Kornteilchen in den Plansichtern – das sind sozusagen große Siebmaschinen – sortiert. Die größeren und mittelgroßen Kornteile werden zurück in den nächsten Walzenstuhl geführt und erneut gemahlen und gesiebt, das passiert 5-20 Mal. Das feine Mehl, das bei allen Mahlgängen anfällt, wird dann in die Mehlsilos eingelagert.

Abfüllung

Die Abfüllung des Mehles erfolgt in 30-kg-Säcke, in 10-kg-Tragetaschen oder in 1-kg-Haushaltspackungen. Die Abfüllung erfolgt mit regelmäßig überprüften und kalibrierten elektronischen Wiegesystemen und die Packungsgewichte werden stichprobenhaft überprüft. Der Mehltransport erfolgt zu 80% in Mehltankwagen. Das Mehl wird lose zum Bäcker oder Teigwarenhersteller transportiert und dort in dessen Mehlsilo geblasen.

“Insgesamt arbeiten bei uns 15 Mitarbeiter. Der Müller-Beruf ist etwas ganz Schönes, neben dem Fachwissen im Müller-Bereich braucht man auch Kenntnisse als Mechaniker. Leider fehlt uns im Moment der Nachwuchs”, so Betriebsleiter Dobler abschließend.

Beeindruckt von der faszinierenden Führung hinter die Kulissen des Mühlenbetriebes durfte jeder Teilnehmer am Schluss noch eine Packung mit anwenderfreundlichen Produkten von “Vorarlberg-Mehl” in Empfang nehmen, dem Keksle-Backen steht somit nichts mehr im Wege.

Auf der Website www.vorarlbergermehl.at finden sie fast 1.000 Rezepte zum Backen.

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