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Handel zwischen China und USA gestiegen

US-Einzelhandel deckt sich noch schnell mit Waren aus China ein
US-Einzelhandel deckt sich noch schnell mit Waren aus China ein ©APA (AFP)
Der US-Präsident droht China mit massiven Strafzöllen und hat einige schon in Kraft treten lassen. Der Handel zwischen den zwei größten Volkswirtschaften blüht aber ungeachtet der Handelsspannungen. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 wuchs das Volumen des Handels unter den beiden größten Volkswirtschaften um 13,1 Prozent auf einen Wert von 301 Mrd. US-Dollar (258 Mrd. Euro).

Wie der chinesische Zoll am Freitag in Peking berichtete, stiegen die Ausfuhren aus China in die Vereinigten Staaten in Dollar berechnet um 13,6 Prozent. Die Einfuhren aus den USA nahmen aus chinesischer Sicht währenddessen um 11,8 Prozent zu.

Das amerikanische Handelsdefizit mit China, das US-Präsident Donald Trump besonders stört, stieg im Juni mit 28,97 Mrd. Dollar auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten. Chinas Ausfuhren in die USA wuchsen in dem Monat auf eine Rekordhöhe von 42 Mrd. US-Dollar an, während die USA nur für 13,6 Mrd. Dollar Güter nach China ausführten.

Der chinesische Außenhandel insgesamt legte seit dem Jahresanfang um 16 Prozent im Vorjahresvergleich zu. Im Juni allein lag das Plus hingegen nur bei 12,5 Prozent, es war ein Rückgang im Vergleich zum Vormonat um 2,1 Prozent. Chinas Einfuhren stiegen im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr besonders stark um 19,9 Prozent, wohingegen die Ausfuhren um 12,8 Prozent wuchsen.

Die Importe aus der Volksrepublik, die über US-Seehäfen abgewickelt wurden, legten im Juni überraschend stark zu. Der Zuwachs habe in allen US-Häfen im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 6,3 Prozent gelegen, teilte der Hafen von Los Angeles unter Berufung auf die Analysefirma IHS Markit mit. Demnach gab es noch im Mai ein Minus von 6,9 Prozent und im April von 3,9 Prozent. Der Gründer der Unternehmensberatung Hackett Associates, Ben Hackett, sagte, Unternehmen deckten sich wohl vorsorglich vor der Einführung neuer Zölle mit Waren ein. “Das ist ein Anstieg, der nicht normal ist.”

Der Handel mit den USA könnte deutlich gebremst werden, wenn Trump seine Drohung wahr macht, bis Ende August weitere Importe aus China im Wert von 200 Mrd. US-Dollar mit zehnprozentigen Strafzöllen zu belegen. Vor einer Woche waren bereits Sonderabgaben in Höhe von 25 Prozent auf Einfuhren aus der Volksrepublik im Wert von 34 Mrd. US-Dollar in Kraft getreten. Besondere Zölle auf weitere Importe von 16 Mrd. US-Dollar sollen diesen Monat noch folgen.

Mit all diesen Sonderabgaben wäre rund die Hälfte der chinesischen Ausfuhren in die USA betroffen, die im vergangenen Jahr ein Volumen von rund 500 Mrd. US-Dollar erreicht hatten. China hat “notwendige Gegenmaßnahmen” in gleicher Höhe angekündigt – allerdings exportieren die USA gar nicht so viel nach China, so dass Washington auch mit anderen Vergeltungsmaßnahmen rechnen muss.

So könnten die chinesischen Behörden auch in dem Land tätigen US-Unternehmen das Leben schwer machen. Diese haben im vergangenen Jahr Produkte und Dienstleistungen für 280 Mrd. US-Dollar in China verkauft.

(APA/ag.)

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