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Junger Migrant von "Sea-Watch"-Rettungsschiff evakuiert

Ein junger Migrant an Bord des Rettungsschiffes "Sea-Watch 3", das seit 10 Tagen auf einen Landehafen wartet, ist als medizinischer Notfall von der italienischen Küstenwache evakuiert worden. Damit sinkt die Zahl der Migranten an Bord auf 42. "Wir appellieren erneut an die Politik: Diese Farce muss beendet werden, dieses Leiden muss beendet werden", so die deutsche NGO "Sea-Watch" auf Twitter.

Die italienische Sprecherin der Organisation, Giorgia Linardi, bemängelte, dass die Lage an Bord immer schwieriger sei. Schiffskapitänin Carola Rackete stehe vor dem Dilemma, ihr Recht auszuüben und die Migranten angesichts der Notstandslage an Bord in einen italienischen Hafen zu bringen, oder Italiens Politik der "geschlossenen Häfen" zu respektieren. Im ersten Fall würden die Konfiszierung des Schiffes und eine Strafe von 50.000 Euro für die Kapitänin und der NGO drohen. Linardi beklagte die "Kriminalisierung" der NGO.

Italien macht indes weiterhin Druck auf die Niederlande, die Migranten aufzunehmen. Die "Sea-Watch 3" ist mit niederländischer Flagge im Mittelmeer unterwegs. Es sei daher Pflicht der Niederlande, die Migranten aufzunehmen, argumentierte der italienische Innenminister Matteo Salvini. Dieser setzt sich seit über einem Jahr für eine Politik der "geschlossenen Häfen" für private Rettungsschiffe ein.

Italiens Innenminister Matteo Salvini machte unterdessen Druck auf die Niederlande, damit diese die 42 Migranten an Bord des Rettungsschiffes aufnehmen. Das Schiff ist in internationalen Gewässern vor Lampedusa mit niederländischer Flagge unterwegs.

In einem am Sonntag veröffentlichten Schreiben an die niederländische Regierung betonte Salvini, dass eine Verschlechterung der Lage an Bord ausschließlich Verantwortung der Schiffskapitänin, der Crew und des Staates sei, mit dessen Flagge das Schiff unterwegs sei. Italien habe bereits humanitäres Bewusstsein bewiesen, indem Migranten, die medizinische Betreuung benötigten, vom Schiff nach Italien evakuiert wurden.

"Italien verteidigt mit Verantwortungsbewusstsein die europäischen Grenzen zum Nutzen aller EU-Mitgliedstaaten, will jedoch nicht Europas einziger Hot Spot sein", schrieb Salvini. Er warnte vor einer Verschlechterung der hygienischen und sanitären Bedingungen an Bord des Schiffes, sowie des psychologischen Zustands der Menschen an Bord.

Salvini setzt sich seit über einem Jahr für eine Politik der "geschlossenen Häfen" für private Rettungsschiffe ein. Der "Sea-Watch 3" droht die Konfiszierung und eine Geldstrafe von 50.000, sollte sie einen italienischen Hafen erreichen.

(APA)

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