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VOL.AT-Datencheck zur Feuerwehr in Vorarlberg im Detail: 5.999 Frauen und Männer sind bei den Florianijüngern aktiv

120 Ortsfeuerwehren sind in Vorarlberg im Einsatz.
120 Ortsfeuerwehren sind in Vorarlberg im Einsatz. ©VOL.AT/Schwendinger
Feldkirch - 5.999 Vorarlberger sind derzeit bei einer Feuerwehr aktiv. In den einzelnen Gemeinden zeigt sich ein sehr unterschiedliches Bild. So kommt im Verhältnis Dornbirn mit den wenigsten Feuerwehrleuten aus, während in Warth jeder sechste zu den Florianijünger zählt. Auch der Frauenanteil ist sehr unterschiedlich.

Die Feuerwehr in Vorarlberg

120 Ortsfeuerwehren gibt es derzeit in Vorarlberg. 5.999 Freiwillige sind als Aktivstand beim Landesfeuerwehrverband gemeldet, davon sind 241 oder vier Prozent weiblich. Im Durchschnitt sind 1,58 Prozent der Vorarlberger Bevölkerung bei der Freiwilligen Feuerwehr bzw. kommen auf einen Feuerwehrler 63 zu schützende Bewohner. Die durchschnittliche Ortsfeuerwehr besteht dabei aus 48 Männern und zwei Frauen. Diese Zahlen sind jedoch mit Vorsicht zu genießen. Manche Florianijüngern sind in mehr als einer Feuerwehr aktiv. So sind viele nicht nur in ihrer Heimatgemeinde, sondern auch dort, wo sie arbeiten, Mitglied der Ortsfeuerwehr. Wie viele das jedoch sind, lässt sich am gemeldeten Aktivstand nicht erkennen.

Ortsfeuerwehr versus Gemeindefeuerwehr

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VOL.AT/Vlach ©VOL.AT/Vlach

Vorarlberg hat 96 politische Gemeinden, jedoch 120 Ortsfeuerwehren. Dies liegt vor allem daran, dass mit der Zeit mehrere Ortschaften zu einer Gemeinde zusammengewachsen sind, aber auch an Gemeindezusammenlegungen. So besteht das Kleine Walsertal offiziell nur aus der Gemeinde Mittelberg, hat jedoch in den Ortschaften Hirschegg und Riezlern selbstständige Feuerwehren. Gleiches gilt auch für Gemeinden wie Bartholomäberg, Nenzing und St. Gallenkirch. Auch Bregenz und Feldkirch sind aus mehreren Ortschaften zusammengewachsen – und haben deren Feuerwehrorganisation beibehalten. So hat Bregenz insgesamt vier, Feldkirch als Spitzenreiter gleich sechs Ortsfeuerwehren.

Mannstärke der Feuerwehr

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VOL.AT/Rauch ©VOL.AT/Rauch

66 Ortsfeuerwehren liegen klar unter dem Durchschnitt und sind zwischen 15 und 49 Personen stark. Genau im Durchschnitt von 50 aktiven Mitgliedern liegen drei Feuerwehren: Bartholomäberg, St. Gallenkirch und Tschagguns. Ganze sechs Feuerwehren haben mehr als 80 Personen als Aktivstand gemeldet. Darunter sind Nüziders (80 Personen), Rankweil (85 Personen), Schruns (87 Personen) und Götzis mit 89 Florianijünger. Nur zwei Feuerwehren haben mehr als 100 Mitglieder.

Die größte Feuerwehr

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VOL.AT/Pletsch ©VOL.AT/Pletsch

Lustenau hat mit 105 aktiv gemeldeten Feuerwehrleuten nur die zweitgrößte Ortsfeuerwehr im Ländle. Die größte Ortsfeuerwehr nach der reinen “Mannstärke” ist auch die der größten Gemeinde: Dornbirn. Hier dienen 190 Personen bei der freiwilligen Feuerwehr, so viel wie in keiner anderen. Die Gemeinde mit der größten Feuerwehr ist Dornbirn jedoch nicht. Wenn man alle Einzelfeuerwehren zusammenzählt, hat Feldkirch die größte Feuerwehr. In den sechs Ortsfeuerwehren sind insgesamt 299 Personen aktiv gemeldet, so viel wie in keiner anderen Gemeinde. Gemessen an der Einwohnerzahl hat wiederum Warth am Arlberg die größte Feuerwehr. Hier sind 17,83 Prozent oder jeder sechste Einwohner aktives Mitglied der Feuerwehr. In realen Zahlen sind es 28 Mann bei 157 Einwohnern.

Die kleinste Feuerwehr

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VOL.AT/Schwendinger ©VOL.AT/Schwendinger

Die Gemeinde mit der kleinsten Feuerwehr ist Damüls. Hier dienen gerade einmal 18 Feuerwehrmänner. Nur eine Ortsfeuerwehr ist kleiner, die von Stuben mit 15 Mann. Damüls muss sich jedoch keine Sorgen machen, gemessen an der Einwohnerzahl ist die Ortsfeuerwehr mit 5,81 Prozent der Bewohner überdurchschnittlich groß. Im Verhältnis zur Gemeindegröße ist die größte Feuerwehr gleichzeitig die kleinste. Dornbirn hat einen Florianijünger pro 250 Einwohner. Kein Ländle-Feuerwehrmann und -frau ist für mehr Personen zuständig.

Frauen bei der Feuerwehr

Frauen bleiben eher die Seltenheit in der Feuerwehr. In 34 Feuerwehren dient keine einzige Frau, in weiteren 30 gibt es nur eine Florianijüngerin. Dies ist mehr als die Hälfte der Feuerwehrgruppen. Die meisten Frauen sind der Ortsfeuerwehr Zwischenwasser, hier sind zehn der 62 aktiven Mitglieder weiblich. Auch bei den Gemeinden führt somit Zwischenwasser mit einem Schnitt von 16,13 Prozent des Aktivstands. In absoluten Zahlen muss man sich jedoch Bregenz geschlagen geben. Dort sind 22 Frauen bei der Feuerwehr, so viel wie in keiner anderen Vorarlberger Gemeinde.

Anteil an der Bevölkerung

Die 5.999 aktiven Feuerwehrler machen 1,58 Prozent der Vorarlberger Bevölkerung aus. Somit ist im Durchschnitt ein Florianijünger für 63 Vorarlberger zuständig. Sulz kommt diesem Durchschnitt am nächsten, hier sind 39 Florianijünger für 2.480 Bewohner verantwortlich. In den einzelnen Gemeinden sieht es sehr unterschiedlich aus. Vor allem in den eher kleineren Gemeinden des Bregenzerwaldes, des Klostertals und des Großen Walsertals sind die Feuerwehren naturgemäß verhältnismäßig stark, in den größeren Gemeinden des Rheintals verhältnismäßig klein.

Vorarlbergs Feuerwehren im Detail

Dies zeigt sich auch anhand der Vorarlbergkarte. Gemeinden, in denen die Feuerwehr verhältnismäßig groß ist, sind grün markiert. Die, in denen sie verhältnismäßig klein ist, sind rot. Am meisten zu tun haben die Freiwilligen in Hohenems, Lustenau und Schlusslicht Dornbirn. Hier kommen auf jeden Florianijünger mehr als 200 Einwohner. Am anderen Ende der Skala finden sich Dünserberg, Stallehr und Schröcken. Hier kommen auf jeden Feuerwehrler nur sechs bis sieben Gemeindemitglieder.

Feuerwehr auf Nachwuchssuche

Viele Ortsfeuerwehrgruppen sind auf Mitgliedersuche. So fiel die Ortsfeuerwehr Feldkirch-Altenstadt im Frühjahr mit einer Aktion auf, in der vor einer drohenden Unterbesetzung gewarnt wurde. Wer sich für ein Engagement bei der freiwilligen Feuerwehr interessiert, sollte sich mit seiner Ortsfeuerwehr in Verbindung setzen. Eine Übersicht der einzelnen Ortsgruppen findet sich hier auf der Seite des Landesfeuerwehrverbands.

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