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"VN"-Interview zur Fleischkontrolle

Der österreichische Verband von Amtstierärzten traf sich in Bregenz zur heurigen Fortbildungstagung. Die "VN" sprachen mit Präsident Dr. Herfried Haupt und Dr. Norbert Greber.  Infos zum Download

Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet, aus Deutschland und der Schweiz diskutierten gesetzliche Fragen und tauschten Erfahrungen mit der Öffentlichkeitsarbeit der Veterinärverwaltung aus. Die „VN“ sprachen mit Präsident Dr. Herfried Haupt (Steiermark) und Dr. Norbert Greber (Vorarlberg), dem Organisator der Veranstaltung.

VN: Wie ist es in Österreich mit der Sicherheit tierischer Lebensmittel bestellt?
Haupt: Aus meiner reichen Auslandserfahrung weiß ich, dass wir im höchstwertigsten Überwachungssystem leben. Man muss grundsätzlich unterscheiden zwischen Sicherheit und Garantie. Das ist wie beim Tempolimit: Im Ortsgebiet sind maximal 50 kmH erlaubt, es gibt aber immer wieder Ausreißer. Im Vergleich mit den USA können die Verbraucher in den Mitgliedsstaaten der EU beruhigt sein.

VN: Das erinnert an Großbritannien. Dort nahm der BSE-Skandal seinen Ausgang. Was ist daran beruhigend?
Haupt: Dort wurde das Kontrollsystem so kaputt gespart, dass es zusammengebrochen ist.

VN: Sind tierische Lebensmittel aus der Region „sicherer“?
Greber: Wir sind in einem Öffnungs- und Transparenzprozess, Es ist immer eine Frage der Chargenmenge. Im regionalen Warenverkehr sind die Mengen kleiner, zwischen Erzeugern und Verbrauchern gibt es oft eine persönliche Verbindung.

VN: Wie offen sind denn Amtstierärzte überhaupt?
Haupt: Wir sind als Beamte der Verschwiegenheitspflicht unterworfen. So gesehen ist der Beamtenstatus sehr wichtig.
Greber: Die Schweizer sind Vorbilder. Die Homepage des Bundesamtes für Veterinärwesen ist ganz ausgezeichnet und bietet den Verbrauchern klare, umfassende Information. Bei uns in Österreich hinkt man da etwas nach. Wir in Vorarlberg haben für bestimmte Erkrankungen Schwerpunkt-Bezirkshauptmannschaften.

VN: Warum findet die Fortbildungsveranstaltung eigentlich in Bregenz statt?
Haupt: Vorarlberg ist amtstierärztlich eine Herzeigegegend, ich nenne das Beispiel der Tollwutbekämpfung, Auch bei der Bekämpfung des Rindervirusdurchfalls war Vorarlberg wegweisend. Das Modell wurde inzwischen in einer österreichweiten Verordnung übernommen.

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