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VN-Interview: mit Kulturreferent Daniel Steinhofer und Kulturamtsleiter Helmut Gassner

Erfolgreich in der Kulturarbeit: Daniel Steinhofer (links) und Helmut Gassner
Erfolgreich in der Kulturarbeit: Daniel Steinhofer (links) und Helmut Gassner ©Bernhard Tost

Kulturelle Vielfalt mit Zukunft

Die guten Traditionen und intakten Strukturen stärken und weiter entwickeln.

Lustenau. Jede Gemeinde braucht Pluralität in der Kulturarbeit, um ganz unterschiedliche Interessen und Zielgruppen in der Bevölkerung anzusprechen. Die engagierte Mannschaft des Kulturamts rund um Kulturreferent Daniel Steinhofer und Kulturamtsleiter Helmut Gassner bündelt die Kulturarbeit – sehr erfolgreich übrigens – und gewährt der VN-Heimat Einblick in ihre Tätigkeit.

Was bietet Lustenau seinen Bürgern in kultureller Hinsicht?

Daniel Steinhofer: Das kulturelle Leben unserer Gemeinde ist geprägt von der Vielfalt der Angebote. Dies gilt es zu erhalten. Alleine die 30 Kulturvereine haben schon einen erheblichen Anteil. Daneben die ABO Konzerte, das Theater ABO und seit zwei Jahren die Veranstaltung “Schau.Lust”. Zur weiteren Belebung sind Kooperationen und Vernetzungen mit Kulturschaffenden geplant.

Helmut Gassner: Kultur ist auch Ausdruck einer Lebenshaltung. Dazu zählen die musikalische und frühmusikalische Erziehung: Unsere Musikschule besuchen derzeit 1400 Schüler bei 62 Lehrpersonen. Aber auch die Lustenauer Jazz-Tage. Neben Diskussionsforen, Kabarett und einer Reihe von eigenen Veranstaltungen im Reichshofsaal bieten sich noch das Stickereimuseum sowie das Radiomuseum und das Museum Rheinschauen an. Ebenso hat die gemeindeeigene Galerie Hollenstein einen sehr hohen Bekanntheitsgrad über Lustenau hinaus.

Wenn Sie rückblickend die letzten Jahre betrachten, wie hat sich der Stellenwert von Kultur bei den Lustenauern Bürgern verändert?

Helmut Gassner: Das Niveau und die Menge der Kulturangebote hat sich massiv erhöht. Wir können heute kulturelle Veranstaltungen aus jeder Sparte anbieten. Allerdings sind auch die Anforderungen und Erwartungen sehr hoch.

Daniel Steinhofer: Kultur erfuhr in den letzten Jahrzehnten einen enormen Bedeutungszuwachs. Auch das Publikum nimmt zu: immer mehr Menschen – auch aus den Nachbargemeinden – nehmen unsere kulturellen Angebote wahr.

Die Arbeit des Gemeindearchivs gehört zum festen Bestandteil des Kulturbetriebs. Worin sehen Sie aktuelle Aufgaben dieser Einrichtung?

Helmut Gassner: Das Gemeindearchiv ist Anlaufstelle für interessierte Bürger, erteilt Auskünfte, unterstützt bei Recherchen und fördert die Erforschung der Gemeindegeschichte. Außerdem nimmt das Archiv auch private historische Nachlässe und Sammlungen auf, die im Zusammenhang mit der Ortsgeschichte stehen. Als ausführliches Nachschlagewerk und interessante Lesepublikation geben Oliver Heinzle und Wolfgang Scheffknecht im Auftrag der Gemeinde verschiedene Publikationen, wie etwa alljährlich die “Neujahrsblätter” heraus.

Daniel Steinhofer: Mit dem Projekt der teilweisen Digitalisierung des Gemeindearchivs sind historische Informationen für jeden Interessierten auch über das Internet zugänglich. Neben Zeitzeugeninterviews und den Archivgesprächen gibt es auch gezielte Schaupunktausstellungen. Vom 28. September bis 18. Dezember findet in der Galerie Hollenstein eine Ausstellung zum Thema Migration statt, die von Vorträgen begleitet wird.

Die Mundart hat in Lustenau einen hohen Stellenwert. Was ist diesbezüglich geplant?

Helmut Gassner: Die Lustenauer Mundart ist ein Kulturgut, das ist klar. Meines Erachtens wäre es aber ungeschickt, sie künstlich zu pflegen. Sprache ist immer etwas Lebendiges. Es ist jedoch unsere Aufgabe, Rahmenbedingungen zu schaffen, in der die Erhaltung der Mundart gefördert wird.

Daniel Steinhofer: Es wäre utopisch, zu glauben, man könne Mundart betonieren. Lustenau soll sich aber aufgrund der Eigentümlichkeit des Dialekts zu einem Zentrum für die Erhaltung und Pflege der Mundart entwickeln. Der “MundartMai” ist erst ein Anfang.

Welche kulturellen Ereignisse hat die Gemeinde geplant, die besonders auch junge Leute ansprechen?

Daniel Steinhofer: Angepasst an die verschiedenen Altersstufen bieten wir für Kinder und Jugendliche ein umfangreiches Programm. Wir unterstützen die Vereine aber auch die offene Jugendarbeit wie das Culture Factor Y. Wir versuchen Kindern, den Zugang zur Kultur durch das Angebot von speziellen Veranstaltungen, wie gerade kürzlich ein Kindermusical aber auch Märchenaufführungen, zu ermöglichen.

Helmut Gassner: Kulturelle Angebote und Initiativen sollen die Jugendlichen für ästhetische Erfahrungen sensibilisieren und ihre Kreativität fördern. Neben der Stärkung des Engagements an Galerien, Museen, Kabarettbühnen und Literaturveranstaltungen wird auch die Mitarbeit der Jugendlichen in Orchestern gefördert.

Wie wollen Sie die Bürger für Kultur gewinnen?

Helmut Gassner: Es ist sicher wichtig, eine gewisse Vielfalt zu erhalten, aber wir müssen auch durch gezielte Veranstaltungen Akzente setzen.

Daniel Steinhofer: …und gute Programme mit entsprechendem Niveau anbieten und auch intensiv bewerben.

Vielen Dank für das Gespräch.

Kontakt: Daniel Steinhofer Tel.: 0699 / 12 12 46 49
Helmut Gassner Tel.: 05577 / 8181 – 306

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