VN-INTERVIEW: mit Andrea Kapun Chorleiterin des GV Konkordia

Mit neuem Schwung und großem Engagement zum Erfolg: Chorleiterin Andrea Kapun
Mit neuem Schwung und großem Engagement zum Erfolg: Chorleiterin Andrea Kapun ©Privat/GV Konkordia

Lustenau. Musik zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Leben: Andrea Kapun übernahm im vergangenen September die Chorleitung des Gesangsvereins Konkordia. Und Sie hat viel vor, wie Sie im VN-Heimat-Interview verrät.

Wie ist es zur Zusammenarbeit mit dem Gesangsverein Konkordia gekommen?
Andrea Kapun:
Der Obmann des Gesangsvereins Konkordia Walter Grabher ist im Herbst 2009 an mich herangetreten, da er auf der Suche nach einer Gesangsprojektleiterin war. Dieses auf neuzeitliche Chorliteratur ausgerichtete Projekt unter meiner Leitung wurde ein voller Erfolg, weshalb mir von der Vereinsleitung das Angebot zur Chorleitung gemacht wurde. Nachdem eine einvernehmliche Trennung vom langjährigen Chorleiter Heimo Leiseder erfolgte und die Detailfragen zur zukünftigen Zusammenarbeit geklärt waren, habe ich die alleinige musikalische Leitung des Vereins übernommen. Während der einjährigen Projektarbeit und zu Beginn meiner Chorleitertätigkeit konnte ich auch feststellen, dass solide Erfahrungen im Umgang mit der eigenen Singstimme bzw. mit dem mehrstimmigen Singen im Chor selbstverständlich bei allen Mitgliedern gegeben sind. Für mich als Chorleiterin ist es eine wunderbare Sache, dass alle Sängerinnen und Sänger ihr “Know how” in die gemeinsame Probenarbeit einbringen und so einen wichtigen Beitrag für das Vorankommen bei der Erarbeitung anspruchsvoller Musikliteratur leisten.

Was war Ihre erste Bewährungsprobe?
Andrea Kapun:
In erster Linie war es die Arbeit mit dem Projektchor “Sing and Swing” und die daraus resultierende Mitwirkung beim Frühjahreskonzert 2010 Im Reichshofsaal. Zuvor Stimmbildungsmodule mit dem Gesamtchor. Aber auch die erfolgreiche Mitwirkung im Dezember 2010 beim Fest der älteren Bürger Lustenau´s im Reichshofsaal.

Singen macht glücklich! Stimmt das aus Ihrer Erfahrung?
Andrea Kapun:
Dem kann ich nur zustimmen. Aus der Vielzahl von Sängern und Sängerinnen weiß ich, dass es total entspannt. Es stärkt das Selbstwertgefühl und fördert soziale und kreative Kompetenzen.

Was macht Ihnen an Ihrer Chortätigkeit den meisten Spaß?
Andrea Kapun:
Der Umgang mit den unterschiedlichsten – auch vom Alter her – Sängerinnen und Sängern. Darüber hinaus die Tatsache, dass man Laien – wenn sie denn wollen – zu Höchstleistungen bringen kann. Ich habe schon viele Projekte mit verschiedenen Akteuren gemacht. Was mir auch viel Freude bereitet sind Workshops. Viele Mitglieder sind dankbar, wenn man mal zeigt, wie man Proben anders gestalten könnte und welche neue Chorliteratur auf dem Markt ist.

Welches Repertoire möchten Sie mit dem Chor erarbeiten?
Andrea Kapun:
Als Gesangsverein mit einer langen Tradition steht “Konkordia” meiner Ansicht nach in der Pflicht, sich an Chorliteratur heranzuwagen, die wegen ihres hohen Anspruchs eher selten musiziert wird. Da gerade auch im gehobenen Jazzbereich noch eine gewisse Nische ausfindig zu machen ist, würde ich gerne hier ansetzen ohne dabei jedoch unser traditionelles Repertoire zu vernachlässigen. Letztendlich werden der Vorstand und die Chorleiterin und vor allem die Chormitglieder über den zukünftigen musikalisch-stilistischen Werdegang entscheiden.

Was müßte sich ändern, damit mehr Kinder, Jugendliche und Erwachsene gefallen am Chorgesang finden?
Andrea Kapun:
Chorsingen hat sehr viel mit Solidarität und Emotion zu tun. Ich denke es ist oftmals sehr Personen bezogen. Vorstand und Chorleiter müssen eine Einheit bilden und sich klar sein, was sie erreichen wollen. Leider leben viele Chöre noch in der Vergangenheit, als sie noch hundert Mann waren. Die Masse macht es nicht, sondern vielmehr die Vielseitigkeit im Repertoire. Kinder und Jugendliche ist ein beliebtes Thema. Leider ist dies eine spezielle Sparte der Ausbildung von Chorleitern, die an den Hochschulen nicht vorkommt. Trotz alledem gibt es eine Vielzahl an ausgezeichneten Kinder- und Jugendchören.

Am 9. April findet das Frühjahrskonzert im Reichshofsaal statt. Was dürfen wir erwarten?
Andrea Kapun:
Natürlich wäre es vermessen, nach einer so kurzen Probephase ein “Klangwunder” zu erwarten. Aber ich denke doch, dass wir auf einem guten Wege sind und durchaus schon in der Lage sein werden, unser Publikum in Lustenau mit einem bunten Strauss Liedern zu begeistern.

Vielen Dank für das Gespräch!

Kontakt zur Chorleiterin des GV Konkordia Andrea Kapun
Tel.: 0676 / 35 69 399

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