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VN-Bürgerforum: Verkehrsentlastung Lustenau

Lustenau. Im "Bürgerforum" wird heiß diskutiert zum Thema "Verkehrsentlastung Lustenau":

Stefan Bösch

Es ist mir unverständlich, dass man sich wegen einer  “Verkehrsentlastungsdebatte” noch so aufregen kann.
Es müsste doch schon allen Beteiligten, leider auch den direkt belasteten Anwohner klar sein, dass die Politiker keine Entlastungstrassen wollen und auch nicht interessiert sind daran, eine Verkehrsentlastung für Lustenau herzubringen, denn das ist das Einzige Thema das sie haben um im Gespräch zu bleiben, denn etwas anderes fällt ihnen offensichtlich nicht ein, bzw. auf. Z.B. Immigranten, Ortszentrum, Jugend, etc.

Über 20 Jahre war die S18 ein Thema, auf der wird heute noch, siehe Diskussionsrunde Reichshofsaal, herum geritten. Erst als diese gekippt wurde, zum Glück, versucht man verzweifelt das Thema anders im Schwung zu halten, aber nicht mit Alternativen, sondern mit Vorschlägen, dass man sich wirklich fragen muss, denken die Leute bevor sie etwas kundtun? Dachte noch zuerst an einen Versprecher, nein, das wird noch in einer Aussendung publiziert.

Bernd-Bösch-Variante: Untertunnelung des Rheins als Autobahnanschluss wäre okay, wenn die Kosten nicht wären, aber dieses als Umfahrung von Lustenau zu bewerben, zeigt einfach, dass man keine Ahnung hat, aber etwas sagen will.
-> Jeder LKW der diese Umfahrung nehmen wollte, müsste zuerst an der Grenze abgefertigt (plombiert) werden, um in die Schweiz zu gelangen und müsste dann wieder an der Grenze abgefertigt werden um zurück auf die andere Seite von Lustenau zu kommen.
-> Die Schweiz würde natürlich sofort zustimmen und die Belastung au sich nehmen.
-> PKW Verkehr über die Schweizer Autobahn, sehr toll, aber nicht mit dem Einkauf vom SPAR/Hofer und Co. denn das wäre zu verzollen, zuerst in die Schweiz, dann wieder zurück nach Österreich.
-> Schweizer Autobahn ist ja bekanntlich auch mautpflichtig was natürlich auch noch zu bezahlen wäre für PKW und LKW.
-> Es müsste dann auch wieder eine Brücke/Tunnel im nördlichen Teil von Lustenau gebaut werden, damit die Fahrzeuge überhaupt wieder zurück kommen.
-> Zum Schluss, natürlich nur wer einen gültigen Pass hat, darf vom Süden nach Norden in Lustenau, denn für Grenzübertritt ist ein gültiger Ausweis/Pass notwendig, der Rest bleibt wo er ist.

Aber wie ernst man diese Variante nimmt, sieht man, dass man darüber nicht einmal öffentlich diskutiert, denn jeder denkt, das habe man im Ballbremser gelesen, leider ist das nicht so.

Die ROLA (rollende Landstrasse), Verladung auf den Zug in Wolfurt. Wo abladen in der Schweiz? Wäre ev. noch zu bewerkstelligen, aber leider würde dann ein Grenzübertritt einen tag dauern und die Kosten wären für die Frächter erheblich, so dass das leider auch keine Variante darstellt.

Wieso aber niemand über die Variante Mäder-Kriessern redet ist unverständlich. In dieser Höhe kommen sich die Autobahnen am nächsten und die Verbindung wäre die preiswerteste. Schon vor 20 Jahren wurde mit den Schweizern darüber gesprochen und die hätten es sich vorstellen können. Aber vermutlich zu preiswert und vor allem, über welches Thema soll man dann noch reden in Lustenau?

Gruss
Stefan


Hallo

Mit der  Variante Mäder-Kriesern würde zwar der grenzüberschreitende, nicht aber der hausgemachte Verkehr, aus Lustenau Abgeleitet.
Die vielen LKW und PKW nach Höchst Gaißau Hard, müssten weiterhin durch Lustenau fahren. Hier sind viele Betriebe angesiedelt (Blum, Grass, Berkmann, Alpla, Künz, Häusle usw.) welche ein hohes Verkehrsaufkommen haben.
Es hatte eine Studie gegeben, in welcher 60 % hausgemachter und 40 % grenzüberschreitender Verkehr genannt wurde.

Gruss
Heinz


Lieber Hans G. Bösch,
Ich habe Deine Beilagen angeschaut und muss Dir Recht geben.

Übrigens, den Vorschlag mit dem Rheinvorland habe ich vor ca. 1 Jahr bereits deponiert, dann aber aufgrund von mir vorgetragenen Bedenken nicht mehr weiter verfolgt.

Ein Haupthinderniss wäre, dass hier viel zu viele Gremien mitsprechen würden (Rheinverbauung, Regio Alpen-Rhein, die Schweiz u. v. a. m.
Grundsätzlich hätte diese Variante den Vorteil, dass fast kein zusätzlicher Grund benötigt würde und bautechnisch relativ einfach zu machen wäre. 
Ich muß Ernst Hagen Recht geben, wenn wir Lustenauer nicht immer wieder neue Varianten ins Spiel bringen sollten, sondern das beim Land anhängigen Verfahren abwarten sollten. Schlußendlich sind alle Fraktionen und Gemeinden miteinbezogen und die zuständigen Fachleute haben es doch geschafft, dass zumindest einige Varianten übrig geblieben sind. Was allerdings sich jetzt schon abzeichnet, ist, dass die eine oder andere Gemeinde sich gegen die eine oder andere Variante wehrt. Also werden wir am Schluss wieder zu nichts kommen.

Fazit:

Wir Lustenauer müssen uns endlich dazu aufraffen, zumindest in Form einer Volksabstimmen zu einer Variante zu kommen. Meiner Meinung nach bleibt uns keine andere übrig als jene, welche unsere Ortschaft vom Koblacher Kanal beginnend rund um Lustenau herum bis Höhe Häusle den gesamten (Transit- und lokalem Ziel – und Quellverkehr) aufnimmt. Ich habe seinerzeit den Vorschlag gemacht, die Trasse auf dem Damm des Koblacher Kanals zu bauen.
Die Idee kam mir, als davon gesprochen wurde, dass im Zuge des Hochwasser-Schutzes im Süden zwischen Hohenems und Lustenau sogenannte Entlastungsbecken errichtet würden (Überschwemmungszonen bei extemen Hochwässern)

Diese Entlastungszonen wären südlich des Koblacher Kanals situiert gewesen. Damit wäre eine Verstärkung des gesamten Dammes des kanales erfoderlich gewesen.

Und nun die Idee:
In Holland bauen sie sogenannte Polderdämme. Um diese regelmässig warten und reparieren zu können, verlaufen auf diesen Dämmen Straßen. Und geau so eine Straße hätte man dann als Umfahrung für Lustenau verwenden können.

Vorteil:
Wenig Verbrauch von Land, Zuschüsse von Bund und Land aus dem Hochwasserfond. Was den Lärm angeht, so könnte dieser mittels Lärmschutzwände entsprechend reduziert werden. 

Mein Vorschlag ist mitlerweile auf Eis gelegt worden, das die zuständigen Herren sich mitlerweile entschlossen haben, die Hochwassergefahr auf andere Art und Weise von uns abzuhalten.

Trotz alle dem: Wenn wir Lustenauer es endlich einmal schaffen würden, quer durch alle Fraktionen an einem Strang zu ziehen, könnte man möglicherweise bald ein Licht am Horizont sehen????!!!!

Gerhard Gratwohl


Hallo
Das sich die Lustenauer Parteien über ein Projekt einigen sollten wäre sicher wichtig.Nun zu Ihrer Variante auf den Damm des Kolacher Kanales. Wie führt diese in die Schweiz, und wie gibt es bei dieser eine Anbindung für Lustenau im Norden? Auch diese Variante führt durch das zu Schützende Gebiet.

gruss
Heinz


Ohne auf konkrete Vorschläge bzw. Ideen einzugehen, bekräftige ich die Grundvoraussetzung, dass Lustenau “mit einer Stimme sprechen” muss, um von den Nachbargemeinden, vom Land, vom Bund, von der Schweiz und von der EU überhaupt ernst genommen zu werden. Die ersten zarten Ansätze auf parteiübergreifende Kooperationen wurden bei der Podiumsdiskussion im Reichshofsaal bereits hörbar. Dabei hat doch sicherlich niemand die irreale Vorstellung, dass es eine Lösung geben kann, von der niemand negativ betroffen ist. Das soll etwa heißen, dass Justamentstandpunkte die größten Verhinderer sind. Auch müssen die Machbarkeit der verschiedenen Varianten sowie deren unterschiedliche Kostenschätzungen vor einem viel weiteren geografischen und zeitlichen Horizont gesehen werden. Und keine ernstzunehmende Idee ist von vornherein so schlecht, dass sie nicht zumindest in den zuständigen Gremien diskutiert und gegebenenfalls begründet abgelehnt werden sollte.

Mit freundlichen Grüßen
Toni Vogelmann


Es stimmt, dass Mäder – Kriessern nur den Durchzugsverkehr reduzieren würde, aber es würde die Staus’s auf der Reichsstrasse verhindern, denn diese entstehen durch den grenzüberschreitenden Verkehr. Weiters wären Hard und Bregenz entlastet wenn man den durchreisenden PKW  ebenfalls dorthin bringen könnte. Für den hausgemachten Verkehr wird es nur eine Entlastungstrasse
aussherhalb des Wohngebietes geben können, Rheinvorland auf dem Damm sicher problematisch, denn man weiss, dass dieser nicht gerade die ideale Stabilität aufweisst zurzeit. Es müsste schon eine Variante auf Stelzen im Rheinvorland (Kosten?) sein um bei Hochwasser nicht sperren zu müssen.

Gruss
Stefan


Liebe ForumsteilnehmerInnen!

Als Mitglied des Regionalforums im Planungsprozess “Mobil im Rheintal” möchte ich Euch/Ihnen einen kurzen Einblick in den dortigen Diskussionsstand geben. Ich hoffe, damit werden einige Positionen in der gegenwärtigen Diskussion etwas klarer und einige Missverständnisse ausgeräumt.
Alle aufwendig und akribisch von Fachleuten durchgeführten Untersuchungen haben bestätigt, dass es für Bregenz, Lauterach, Hard usw. keine Straßenvariante gibt, die diese Orte nachhaltig entlastet. Nennenswerte Entlastungen sind ausschließlich für Lustenau und Höchst zu erwarten.
Damit ist Folgendes klar und im Regionalforum unbestritten: Jede riedquerende Straßenvariante ist nicht nur aus Naturschutzgründen abzulehnen, sondern sie ist auch verkehrsunwirksam. Das trifft übrigens auch auf die Mäder-Variante zu und aus diesem Grund ist nun ein Großteil der anfangs zur Diskussion gestellten Straßenvarianten im Planungsprozess ad acta gelegt worden.
Die mangelnde Entlastung  ist auch der Hauptgrund, warum zum Beispiel  Lauterach und Hard jede Straße auf ihrem Gemeindegebiet vehement ablehnen. Sie wollen nicht, dass eine Straße, die ihnen nichts bringt, auch noch ihr Ried zerstört. Somit wird es im Großraum Bregenz zur Lösung der Verkehrsprobleme auf jeden Fall einen großzügigen Ausbau des öffentlichen Verkehrs brauchen – womit der Bau der von manchen selbsternannten “Experten” belächelten Straßenbahn zumindest mittelfristig diskussionswürdig wird.
Anders ist die Situation im Raum Lustenau – Höchst. Hier könnten nach allen Erhebungen kleinräumige Umfahrungen recht große Entlastungen bewirken – besonders beim Schwerverkehr. Letzlich berühren alle noch ernsthaft diskutierten Straßenkorridore ausschließlich oder weit überwiegend Lustenauer Gebiet. Es ist deshalb ein Gebot der Stunde, dass Lustenau sich deklariert und erklärt, welche Straßenvariante(n) aus Lustenauer Sicht zu bevorzugen wäre(n). Bregenz, Hard und Lauterach sollen und werden uns diese Entscheidung nicht abnehmen, denn ihnen ist es letzlich egal wo eine Straße auf Lustenauer Gemeindegebiet verläuft.  Uns Lustenauern wird es aber wohl nicht so egal sein können. Wir müssen uns mindestens so klar deklarieren, wie das Lauterach und Hard schon getan haben und daruf bestehen, dass von uns bevorzugte Varianten eingehend geprüft werden. Vor Wahlen ist es natürlich für Politiker bequem, sich nicht klar festzulegen und eine Entscheidung hinauszuschieben. Der “Vorteil”!
  dieses Nichtentscheidens liegt vielleicht darin, dass man dann auch die Wahlkämpfe 2015 und 2020 wieder mit der Forderung nach einer Verkehrsentlastung bestreiten kann. Der Nachteil allerdings ist der, dass damit vielleicht unsere Zukunft im wahrsten Sinne des Wortes verbaut wird.
Für mich persönlich ist klar:
1) Eine Lösung, die Lustenau mit einem fast geschlossenen Ring von Hochleistungsstraßen umzingelt (Ostumfahrung usw.) ist abzulehnen.
2) Besonders für den Schwerverkehr sollten kurze Anschlüsse an das Hochleistungsnetz gefunden werden (Dazu gibt es verschiedene Vorschläge, die eingehend geprüft werden sollten).
3) Da jede Straßenvariante Kosten im dreistelligen Millionenbereich verursachen und frühestens Ende des Jahrzehnts realisiert werden wird, müssen kurzfristige Entlastungsmaßnahmen endlich umgesetzt werden. Seit 20 Jahren versprechen Politiker in Gemeinde und Land besonders vor Wahlen diese Maßnahmen – realisiert wurde so gut wie nichts.
4) Auch Lustenau braucht einen großzügigen Ausbau des öffentlichen Verkehrs – vor allem eine leistungsfähige Schienenverbindung nach Dornbirn.

Mit besten Grüßen

Mag. Manfred Hagen


“Mobil im Rheintal”

Mit einer Straßenbahn oder eine Zugsverbindung über Lauterach nach Dornbirn, wird kein LKW weniger durch Lustenau fahren.
Bitte wer fährt von Lustenau mit dem Bus zum Bahnhof Lustenau um dann mit dem Zug nach Dornbirn zu fahren. Ich glaube wir haben ein gut ausgebautes ÖPNV Netz. In Lustenau komme ich schon bald im viertel Stunden-Takt an fast jeden Ort. Deshalb fährt kein Auto weniger über den Kirchplatz. Mit dieser Realisierung würde kein LKW weniger durch Lustenau fahren. Eine im Norden von Lustenau das Ried-querende Straße wäre ja gar nicht so verkehrsunwirksam wie Sie schreiben, diese würde ja Lustenau und Höchst entlasten.
Das wäre doch das was Lustenau und Höchst braucht.

Sie schreiben:
Hier könnten nach allen Erhebungen kleinräumige Umfahrungen recht große Entlastungen bewirken – besonders beim Schwerverkehr. Letztlich berühren alle noch ernsthaft diskutierten Straßenkorridore ausschließlich oder weit überwiegend Lustenauer Gebiet.
Wie verlaufen diese Straßenkorridore?
Liebe Grüsse

Lakowitsch Heinz


mehr strassen werden keine lösung des verkehrproblems bringen. mehr trassen bedeuten noch mehr verkehr.

ich glaube zu hundert prozent behaupten zu können, dass alle betroffenen ersonen (wo an den befahrenen strassen wohnen) sehr oft mit ihrem auto nterwegs sind und gehen in den lidl, hofer und co einkaufen. also worüber regen diese sich auf?? woher kommen die lebensmittel? mit dem flugzeug ins regal?

sich aufregen kann jeder. aber sich an der nase nehmen und was verändern kann bei uns fast niemand.

autos müssen nun mal auf der strasse fahren und verursachen lärm verschmutzung und gefahr. aber alle fahren auto also belästigen die an den befahrenen strassen ja auch andere personen. also wo ist das problem??

eine umfahrung wird anderen leuten den verkehr (lärm usw.) bringen. vielleicht heute noch nicht sovielen aber wie sieht es in 20 jahren aus? gemeinde gewachsen wohin? wie in new york in die luft oder noch weiter ins ried? die kurzfristigen lösungen wie eine umfahrung sind doch augenwischerei. das problem ist der verkehr!!!!!!!!!!!

wie kann dieser vermindert werden???? das ist die frage die uns beschäftigen sollte.
warum solch ein großer warenverkehr? die leute wollen billige lebensmittel von billigproduzenten aus spanien, italien, etc. auf der anderen seite werden milliarden förderungen für unsere landwirtschaft ausgegeben damit unsere bauern überleben. sind wir alle bescheuert?

die probleme müssen in einem größeren kontext angeschaut werden und nicht die GRANDIOSE IDEE EINE UMFAHRUNG es ist nur ein regionaler stimmenfang. heisse luft sonst nichts.

es wird sich nie etwas verändern. die leute wollen lösungen – leider sind sie es nie selbst die eine veränderung herbeiführen immer soll es jemand andrer machen. wir sind zu bequem.

lieben gruss

bernd schneider


Gerhard Gratwohl:

Wie schaut denn Dein Vorschlag aus? Sollte man mit dem Bus die Kiste Bier nach Hause schleppen. Manche Leute wie ich z. B. kaufen 1 x pro Woche groß ein. Der Rest besorgt meine Gattin zu Fuss, wenn es notwendig ist.  Bitte mach doch einen vorschlag, wie Deine Lebensmittel in die Geschäfte kommen?

Nennenswerte Entlastungen sind ausschließlich für Lustenau und Höchst zu erwarten.

DAS IST ES WAS ICH MIR ALS LUSTENAUER ERWARTE! Für die anderen Gemeinden muß halt ein anderer Weg gefunden werden. Es ist ilusorisch, wenn mann das ganze Land mit einem Projekt unter einen Hut bringen will.
Wir Lustenauer haben einfach den Kragen voll und bevor es gewissen Personen einfällt, noch mehr Schutzzonen einzureichen, sollten wir endlich Nägel mit Köpfen machen.
Im Übrigen ist es ein totaler Schwachsinn, darüber zu sprechen, was los ist Wenn die Wohngebiete sich irgendwann an eine neue Umfahrung herantastet.  Was macht Ihr denn mit den Schutzgebieten? Verbietet Ihr dann den Lustenauern, Wohnstätten dorthin zu bauen? Sollen wir Lustenauer dann uns unter den Boden verziehen (weil irgend ein geschütztes Vögelein, welches  Irgendjemand irgendwo gesehen hat, im Schlaf gestört wird??????


Ist mir schon klar. Seinerzeit wurde darüber diskutiert, dass ab Häusle der Verkehr in Richtung Schweiz mittels TunnVerkehr in Richtung Aschluss St. Margrethen geführt werden müsste. Wie das funktionieren könnte, müssten sich Fachleute ansehen. A b e r   -   nachdem von diversen Stellen das Hochwasserprojekt (Entlastungszonen zwischen Hohenems u. Lùstenau nicht mehr weiter verfolgt wird, erübrigt sich eine weitere Diskussion. Möglicherweise denkt man wieder einmal daran……

Gerhard Gratwohl


Ich stimme Herrn Schneider zu wenn er sagt, dass Verkehrsprobleme nicht mit neuen, zusätzlichen Straßen zu lösen sind. Das Ziel muss es sein, langfristig den Verkehr zu verringern. Und dabei müssen wir vor allem auch unsere Konsumgewohnheiten überdenken und verändern. Mehr regional statt international. Weil eines ist klar: Erdbeeren und Orangen aus Südspanien beispielsweise produzieren um ein vielfaches mehr Verkehr und Giftstoffe als Früchte aus der Bodenseeregion. Von den menschenverachtenden Arbeitsbedingungen der dort beschäftigten Erntehelfer ganz zu schweigen.

Gerade in Zeiten von regelmäßigen gewaltigen Umweltkatastrophen, bedrohten Tierarten, saurem Regen, vergiftetem Wasser, etc. ist aktiver Naturschutz wichtiger denn je. Um die von Ihnen, Herr Gratwohl, so herablassend genannten Schutzzonen im Rheintal, werden wir und vor allem unsere Kinder und Kindeskinder einmal sehr froh sein!

Freundliche Grüße
Michael Hämmerle


Liebe ForumsteilnehmerInnen!

‘Bernd Schneider hat in seinem Beitrag eine wichtige Frage aufgeworfen: Wenn eine neue Straße gebaut wird – entsteht dann dadurch mehr Verkehr? Die Frage kann fast immer mit “ja” beantwortet werden. In der Fachterminologie nennt man das den “induzierten Neuverkehr”.
Die S 18 zum Beispiel wäre eine solche Straße gewesen, die massiv Neuverkehr angezogen und erzeugt hätte. Unter anderem deshalb hätte sie ja auch keine wirksame Entlastung im Großraum Bregenz gebracht. Inzwischen ist die Tatsache der Neuinduzierung von Verkehr durch Straßenbauten unbestritten und wird auch in allen seriösen Prognosen mitberechnet.
Ein Straßenbau bringt nur dann keinen Neuverkehr, wenn die Kapazität insgesamt nicht erhöht wird. Wenn also zum Beispiel eine Umfahrung errichtet wird – was eine zusätzliche Kapazität bedeutet – dann muss unbedingt dafür gesorgt werden, dass die zu entlastenden Straßen zurückgebaut werden und die Gesamtkapazität nicht steigt. Dann und nur dann ist es möglich, eine Umfahrung zu bauen, die auch auf Dauer entlastend wirkt. Es gibt allein im Land leider mehrere Beispiele, wo der Bau von  Umfahrungstunnels längerfristig zu keiner Entlastung geführt hat, da der Straßenraum immer wieder durch Neuverkehr “aufgefüllt” wurde (Beispiele Bregenz und Feldkirch!)

Wer also den Bau einer neuen Straße vorschlägt, ohne an Rückbaumaßnahmen im vorhandenen Netz zu denken, der schafft letzlich nur mehr Platz für den Individualverkehr und verschärft damit schlussendlich gesamthaft noch die Verkehrsprobleme.   
Eine Umfahrung Lustenaus – sollte sie sich als verkehrswirksam und realisierbar erweisen – darf also niemals ohne entsprechende Begleitmaßnahmen im Sekundärnetz geplant werden.

 
Mit freundlichen Grüßen

Manfred Hagen


“VN”-BÜRGERFORUM Lustenau
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