Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Vitásek als Exkremente-Spezi

Andreas Vitásek - wenige Bonmots, viele Banalitäten.
Andreas Vitásek - wenige Bonmots, viele Banalitäten. ©TAK

Der österreichische Starkabarettist Andreas Vitásek brachte im TAK Banalitäten des Alltags.

Schaan. Zur österreichischen Kabarettisten-Trias zählt man gleichrangig Josef Hader, Alfred Dorfer und Andreas Vitásek. Alle drei waren schon öfters im TAK, am Wochenende gastierte Andreas Vitásek wieder einmal gleich an zwei Abenden. Breit angekündigt wurde der populäre Kabarettist, Schauspieler und Regisseur mit seinem neuen Programm samt Titel “39,2 – Ein Fiebermonolog”. Nun, in Schaan war davon eigentlich nichts übriggeblieben, höchstens fiel einmal das Wort Fieberthermometer. Es gab also keinen roten Faden, den die Bissigeren und Aggressiveren als Vitásek, Hader und Dorfer, benützen. Dafür turnte sich der 1956 in Wien Geborene, der seit 1981 Solokabarett macht, ein populärer Film-und Theaterschauspieler ist und die Clownschule von Lecoq in Paris erfolgreich absolviert hat, von einem schlichten Gschichterl aus dem Alltag zum nächsten.
AV machte das mit verhaltenem Wiener Schmäh, eher leise-verschmitzt und mit freundlich leuchtenden blauen Augen. Er begann mit dem eingespielten “Schlussapplaus” (nicht mehr neu) und erzählte manche Episoden von hinten nach vorn. Also beim Speiben erinnert man sich an das gute Essen, heutige Möpse waren früher einmal fesche Wölfe, die aktuelle Scheidung als Ende einer einstigen Jugend-Schmuserei etc. Einige Bonmots aus dem Bauchladen-Allerlei waren etwa “Jeder ist fremd, wenn er woanders ist” oder “Gesund sein heißt, man wurde schlecht untersucht” oder “Mit 15 einen Tripper zu haben, bedeutete früher sexuelle Avantgarde”…

Ungustiös, unnötig

Relativ lang hielt sich Vitásek eigenartigerweise mit dem Sackerl für das Hundegackerl auf; referierte darüber, dass beim Sch….n jeder Mensch verschieden komisch dreinschaut, ebenso wie der Löwe und die anderen Tiere im Tiergarten. Pressen und Loslassen, von Vitásek gut gemimt, quasi als internistische Befreiungsakte… Und weil es auch immer wieder schick ist für moderne Kabarettgötter, wurde Jesus noch rasch zum Althippie gemacht, der vom Kreuz herunter mit Petrus dummes Zeug redet … Und Unbefleckte Empfängnis, erste Beichte, Kirchenaustritt oder die Gretchenfrage waren in der Vitásek-Diktion gewiss unnötig und unlustig. Als Highlight hingegen blitzte eine für Kärnten geschriebene Version des “Erlkönig” auf. Sorry, der grandiose Vitásek früherer Jahre war das insgesamt nicht mehr.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Feldkirch
  • Vitásek als Exkremente-Spezi
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen