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Vindobona vor dem Aus?!

Die Sanierungsarbeiten für das neue Vindobona wurden abgebrochen. Schießt die Stadt Wien EUR 1,35 Mio. öffentliche Gelder in den Wind?!

Soll das Vindobona, Österreichs größte Kabarett- und Kindertheaterbühne,
ersatzlos und stillschweigend aus der Wiener Kulturszene verschwinden?

Das Vindobona zählt zu den Vorzeige-Kulturbetrieben dieses Landes – ein
Musterbeispiel an Sparsamkeit und Effizienz. Der Theaterbetrieb des
Vindobona wird zu Gänze durch die Gastronomieeinnahmen der Theatergäste
finanziert und benötigt daher keine Theaterförderungen. – Eine Situation,
von der jedes andere Theater und die Stadt Wien nur träumen können.

In den Räumlichkeiten des Vindobona, die während des 1. Weltkrieges gebaut
wurden und zahlreiche Umbauten erlebt haben (Ballsaal, 2x Kino,
Serapionstheater, altes Vindobona) war es zu erheblichen Komplikationen und
Verzögerungen während der Bauarbeiten gekommen. Der Finanzbedarf für die
Fertigstellung beträgt EUR 455.000,-. Eine Überprüfung durch die
Baudirektion der Stadt Wien hat bereits stattgefunden.

Dennoch verweigert die Stadt Wien jede weitere Unterstützung, womit die
Schließung des Kulturbetriebes und die Vergeudung der bisher investierten
EUR 2,1 Mio. (davon 1,35 Mio. Stadt Wien) besiegelt scheinen. Sämtliche
Eigenmittel und Darlehen sind ausgeschöpft, das Vindobona am Ende seiner
Liquidität. Jede weitere Verzögerung bedeutet zusätzliche Kosten, die
nirgends abgedeckt sind. – Ein Teufelskreis!

Im neuen, großen Theatersaal wird zwar bereits seit 6. März gespielt,
allerdings kann der Betrieb nur noch wenige Tage aufrechterhalten werden, da
die Finanzierung des subventionsfreien Kulturbetriebes aus der Gastronomie,
die noch Baustelle ist, fehlt.

Nachdem die Situation dem Kulturamt seit Februar diesen Jahres bekannt ist,
gab es “bereits” heute, 26.6.06, einen Gesprächstermin im Stadtratsbüro. Das
einzige Argument der Stadt, “Wir haben kein Geld”, ist kabarettreif. –
Einerseits ist die Stadt Wien nicht insolvent, es fehlt nur der Wille zur
gerechten Aufteilung der Gelder, andererseits ist der Verlust von EUR 1,35
Mio. öffentlicher Gelder offenbar dennoch egal. 1% der jährlichen (!)
Subvention der Vereinigten Bühnen oder des neuerlichen Ronacher-Umbaus oder
0,2% des Wiener Kulturbudgets würden genügen um das Vindobona für die
nächsten Jahrzehnte ohne weitere Förderungen zu erhalten.

Wieder einmal ist das Vindobona das Stiefkind der Wiener Kulturlandschaft!

Im vergangenen Jahr haben innerhalb von nur sechs Wochen über 10.000
Menschen unsere Petition zur Erhaltung des Vindobona unterzeichnet.
Nun steht abermals eine Petition zur Erhaltung des Vindobona auf
www.vindobona.at. – Bitte unterstützen Sie den Weiterbestand der
Kulturstätte mit Ihrer Eintragung.

Für den Herbst sind ca. 10 Österreich/Premieren geplant. Erstmals kommen die
deutschen Comedy-Stars Erkan & Stefan, Maddin und Rick Kanavian nach Wien.

Zahlreiche KabarettistInnen fürchten um Ihre Existenzgrundlage.
Selbstverständlich wollte sich der/die eine oder andere im Stadtratsbüro aus
erster Hand informieren. Die Auskunft war bezeichnend für den Umgang des
Kulturamts mit seiner Klientel: “Wos woin denn Sie von uns…?”

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