Villazóns erstes Programm für die Stiftung Mozarteum

Rolando Villazon
Rolando Villazon ©APA/BARBARA GINDL
Seit dem Sommer hat Rolando Villazón die volle künstlerische Leitung der Internationalen Stiftung Mozarteum in Salzburg inne. Damit hält der bisherige Intendant der jährlichen Mozartwoche zusätzlich die Gesamtverantwortung für den laufenden Konzertbetrieb. In dieser Funktion informierte der Sänger und Regisseur am Montag über das Programm seiner ersten Konzertsaison 2021/22. Und diese startet als Folge der Corona-Krise unter herausfordernden Vorzeichen.

Durch die Corona-Maßnahmen sind der Stiftung wichtige Einnahmen aus den beiden Salzburger Mozartmuseen - dem Wohn- und dem Geburtshaus - entfallen. Dazu kommen der Neubau des Großen Pausenfoyers und die Sanierung der beiden Konzertsäle. Der Große Saal und der Wiener Saal fallen bis zur Wiedereröffnung im nächsten Sommer als Veranstaltungsorte aus - einzig für die Mozartwoche 2022 dürften sie kurz reaktiviert werden.

"Nach den Herausforderungen der vergangenen 18 Monate versteht sich die kommende Konzertsaison als ein Vorspiel, eine Hin- oder Überleitung zu einer wieder aufblühenden kulturellen Vielfalt", teilte die Stiftung heute in einer Aussendung mit. Sinngemäß hat Villazón für sein Programm das Motto "Prélude" gewählt. 16 Konzerte größtenteils mit jungen Musikerinnen und Musikern stehen dabei am Kalender.

13 der Konzerte werden ab Oktober in der Villa Vicina und im Tanzmeistersaal im Mozart-Wohnhaus stattfinden. Erstmals wandern auch zwei Saisonkonzerte aufs Land - und zwar als Matineen im Schloss Fuschl und im Schloss Mattsee. Mozarts 230. Todestag selbst wird dann mit einer Aufführung seines berühmten Requiems am 5. Dezember gedacht.

"Nach den schwierigen Zeiten ist es für uns wichtig, 'gehört' zu werden und unserem Publikum weiterhin großartige Musik zu präsentieren", betonte Villazón am Montag. "Gerade jetzt fühlen wir uns für die Förderung junger, aufstrebender Künstlerinnen und Künstler verantwortlich." Und Stiftungs-Präsident Johannes Honsig-Erlenburg ergänzte. "Wir sind erleichtert, dass wir die beliebte Konzertreihe trotz unserer prekären Lage mit viel Einsatz und Engagement doch noch auf die Beine stellen konnten."

Die Prélude-Konzerte widmen sich neben Werken von Wolfgang Amadé Mozart auch einer Vielzahl anderer Komponisten, u. a. Eric Satie, Joseph Haydn, Ludwig van Beethoven, Juan Crisóstomo de Arriaga oder Johanna Doderer. Die Konzerttermine sind so gewählt, dass sie bestimmte Ereignisse und Jahrestage in Mozarts Leben und Schaffen reflektieren, informierte die Stiftung.

Erstmals am Programm steht in der kommenden Saison auch ein neues Konzert-Format: "Sofa-Konzerte", bei denen sich Villazón mit den Musikerinnen oder Musikern des Abends auf dem Sofa trifft - und dabei auch musikalische Überraschungen verspricht. Gut möglich, dass der Tenor selbst seine Stimme erhebt.

(S E R V I C E - Programm unter )

(APA)

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