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Vilimsky folgt Mölzer als FP-Spitzenkandidat bei EU-Wahl

Einstimmig gewählt - Strache gab Entscheidung nach Vorstandssitzung bekannt.
Einstimmig gewählt - Strache gab Entscheidung nach Vorstandssitzung bekannt. ©APA
FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky ist offiziell Spitzenkandidat der Freiheitlichen für die EU-Wahl. Diese Entscheidung hat der Vorstand einstimmig bei seiner Sitzung am Mittwoch getroffen, gab Parteichef Heinz-Christian Strache danach bei einer Pressekonferenz bekannt. Vilimsky, bisheriger Listenzweiter, springt für Andreas Mölzer ein, der nach mehreren umstrittenen Aussagen zurücktreten musste.

Mölzer hatte am Dienstag nach anhaltender Kritik an seinen umstrittenen Aussagen seinen Rückzug von der Kandidatur bekannt gegeben. Er wird gar nicht bei der EU-Wahl antreten. Die Kritik hatte sich an Mölzers Vergleich der EU mit dem Dritten Reich, dem von ihm getätigten Ausdruck “Negerkonglomerat” sowie einem rassistischen Kommentar über den Fußballstar David Alaba, der in der von Mölzer herausgegebenen Zeitschrift “Zur Zeit” erschienen war, entzündet.

FP-Parteichef Strache sagte bei einer Pressekonferenz nach dem Parteivorstand, die “Summe der Aussagen” von Mölzer seien “nicht tragbar” gewesen. “Der Rückzug Andreas Mölzers war für die Partei ein wichtiger Schritt”, so der Obmann, der dem EU-Mandatar für seinen Schritt auch Respekt zollte. Versprechungen für seinen Rückzug habe Mölzer keine erhalten, weder finanziell noch in anderer Form. Mit seinem Entschluss habe Mölzer Schaden von der Partei abgewandt, sagte Strache. “Solche Äußerungen, auch wenn sie überspitzt oder zynisch gemeint sind, sind nicht vereinbar mit einer Kandidatur für die EU-Wahl.” Alle Personen in der Partei – auf allen Ebenen – hätten die Verantwortung, “auch darauf zu achten, inwieweit man Dinge sagt, die nicht auf der Programmatik der Partei stehen.”

Strache versucht die Wogen zu glätten

Aussagen wie jene von Mölzer seien “nicht dienlich”, denn damit habe die Bundesregierung Gelegenheit bekommen, von den “dramatischen Entwicklungen” abzulenken. Die “provokativen Aussagen” hätten außerdem “bedauerlicherweise” wieder ein “falsches Bild” von seiner Partei entstehen lassen und Gelegenheit gegeben, die FPÖ ins rechte Eck zu rücken. “Ich habe im Gespräch mit ihm bemerkt, dass er das auch bedauert”, so Strache zu seiner Unterredung mit Mölzer am Montag.

“Ich distanziere mich wiederholt vom Nationalsozialismus, von jeder totalitären Ideologie”, betonte Strache. Die FPÖ habe “nichts mit Rassismus zu tun” – und sei auch nicht ausländerfeindlich, sondern spreche Probleme an und wolle diese “bereinigen”.

Besonderes Bedauern äußerte Strache zu jenem rund zwei Jahre alten rassistischen Kommentar in der von Mölzer herausgegebenen Zeitschrift “Zur Zeit”, der sich mit dem Fußballstar David Alaba beschäftigt hatte. “Ich war auch sehr erschrocken über den Artikel über Alaba, erschrocken über solche Beleidigungen”, sagte Strache.

Mölzer habe durch seinen Rückzug auch gezeigt, “dass er diese Eskalation bedauert und hat mir zugesichert, dass er nicht vorgehabt hat, solche Provokationen zu setzen und auch nicht vorhat, solche in Zukunft zu setzen”, so Strache.

Dass er Mölzer vor rund zwei Wochen noch verteidigt hatte und die Sache als “gegessen” bezeichnet hatte, begründete er damit, dass erst danach weitere Aussagen sowie der Artikel über Alaba bekannt geworden wären. “Schade, dass es dazu gekommen ist”, meinte er zur Causa. Gleichzeitig bat Strache darum, Mölzers politisches Wirken nicht ausschließlich auf die kritisierten Aussagen zu reduzieren. “Er ist auch durchaus jemand, der Großartiges geleistet hat.”

(APA)

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