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Vietnam: Taifun "Damrey" fegt übers Land

Nach seinem Zerstörungszug durch Südchina hat der Taifun „Damrey““ auch in Vietnam schwere Verwüstungen angerichtet. Mindestens ein Mensch starb, wie staatliche Medien am Dienstag meldeten.

In zwei nördlichen Provinzen zerstörte der heftigste Tropensturm seit fast zehn Jahren mehrere zehntausend Häuser und Unterkünfte.

Mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 130 Stundenkilometern riss „Damrey“ (Kambodschanisch für Elefant) tausende von Bäumen und Strommasten um, vielerorts brach das Telefonnetz zusammen. An der Küste spülten meterhohe Wellen Deiche auf einer Länge von mindestens 15 Kilometern weg.

Die vietnamesischen Behörden hatten vor der Ankunft des Taifuns mehr als 300.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Mehr als 45.000 Soldaten, Sicherheitskräfte und Freiwillige waren im Einsatz, um den Bewohnern in den betroffenen Küstenregionen zu helfen, sagte ein Mitarbeiter des staatlichen Katastrophenschutzes der Provinz Thanh Hoa, rund 150 Kilometer südlich der Hauptstadt Hanoi. In der benachbarten Provinz Nam Dinh fielen rund 18.000 Hektar Garnelenzucht-Anlagen und Reisfelder dem Sturm zum Opfer.

„Damrey“ hatte zuvor im Süden Chinas große Schäden angerichtet und mindestens neun Menschen in den Tod gerissen. Auch dort wurden zahlreiche Häuser zerstört, Bäume entwurzelt, Straßen überschwemmt und Deiche beschädigt. Mehr als 200.000 Menschen waren vor dem Taifun in Sicherheit gebracht worden, der in der vorigen Woche auf den Philippinen mindestens acht Menschen das Leben gekostet hatte.

Nachdem er über Vietnam gewütet hatte, zog der Tropensturm im Laufe des Dienstags deutlich abgeschwächt weiter ins Nachbarland Laos. Dort traf er mit Windgeschwindigkeiten von nur noch 60 Stundenkilometern ein und verlor in der Folge weiter an Kraft.

Größte Evakuierungsaktion in Geschichte Vietnams wegen „Damrey“

Nach seinem Zerstörungszug in China hat der Taifun „Damrey“ am Dienstag die Küste Vietnams bedroht. Bei der größten Evakuierungskampagne in der Geschichte des Landes verließen rund 300.000 Menschen ihre Häuser, wie die Behörden in Hanoi mitteilten. 30.000 Soldaten und Polizisten waren im Einsatz. Helfer versuchten in einem Wettlauf mit der Zeit, die Dämme zu verstärken, die in diesem Jahr bereits von mehreren ungewöhnlich starken Tropenstürmen beschädigt worden waren.

„Damrey“, der nach dem kambodschanischen Wort für „Elefant“ benannt ist, ist nach Angaben der Behörden einer der stärksten Taifune, der Vietnam seit mehreren Jahren bedroht. Auf der chinesischen Insel Hainan hatte er am Montag laut Presseberichten sogar so stark gewütet wie seit 30 Jahren kein anderer Taifun.

Mindestens 16 Menschen starben nach Angaben der chinesischen Behörden auf der vor der vietnamesischen Küste gelegenen Insel Hanai, über die der Sturm am Montag mit Geschwindigkeiten von rund 200 Stundenkilometern hinwegzog. Er zerstörte laut Behörden rund 20.000 Häuser, hunderte Kilometer Straßen und hunderttausende Hektar Ackerland. Auf der gesamten Insel fiel der Strom aus. Auf Hainan und in der Provinz Guangdong nördlich der Insel waren fast sechs Millionen Menschen von dem Sturm betroffen. Fast 300.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

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