Vier Monate für Sozialarbeiter

Feldkirch - Ein freiberuflicher Sozialarbeiter ist am Landesgericht Feldkirch zu einer bedingten Haftstrafe von vier Monaten sowie einer Geldstrafe verurteilt worden.

Der 39-jährige Mann aus Vorarlberg wegen des Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses zu einer bedingten Freiheitsstrafe von vier Monaten und einer unbedingten Geldstrafe von 480 Euro verurteilt worden. Der Mann war mit Jugendlichen von Bregenz nach Wien gewandert, dabei soll es zu sexuellen Handlungen an zwei 14-jährigen Buben gekommen sein. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Auf der Wanderreise nach Wien im vergangenen Sommer, für die der selbst ernannte Sozialarbeiter in Inseraten Bewusstseinserweiterung, Selbsterfahrung ohne Handy und Geld sowie neue Freundschaften versprach, soll der geständige Mann in St. Johann in Tirol bei der Übernachtung in einem Pfarrheim das Vertrauen zweier 14-jähriger Buben ausgenützt haben. Angeblich berührte er die Teenager unsittlich und befriedigte sie oral.

Einer der Burschen wurde Tage später in einer U-Bahn-Station in Wien mit einem Blutalkoholwert von 3,3 Promille aufgegriffen. Der Jugendliche musste als Notfall ins Krankenhaus eingeliefert werden. Recherchen ergaben, dass auf der Reise offenbar des öfteren Alkohol in Strömen geflossen war. Zu den Vorwürfen „Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses“ und „Vernachlässigen von Unmündigen, Jüngerer oder wehrloser Personen“ gab sich der Mann geständig.

„Die Strafe ist deshalb in diesem Ausmaß verhängt worden, weil beide Burschen bereits 14 Jahre alt waren und die Handlungen freiwillig waren“, kommentierte Richterin Karin Dragosits die lediglich bedingt ausgesprochene Freiheitsstrafe. Dem Buben, der damals eine Alkoholvergiftung erlitten hatte, muss der Verurteilte 500 Euro Schmerzensgeld zahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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