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Viele Wege führen in die Pflegeberufe

Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker bei der heutigen Pressekonferenz.
Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker bei der heutigen Pressekonferenz. ©Santina Hagen
Landesrätinnen Wiesflecker und Rüscher: Angebote zur Ausbildung von Personal werden ausgebaut - Vorarlberg ist bereit für die Pflegelehre.
AK schlägt neues Modell für Pflege daheim vor
Zukunft der Pflege

Auch unabhängig von den Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie ist und bleibt die Erhaltung eines gut ausgebauten und leistungsstarken Pflege- und Betreuungssystems eine der zentralen gesundheits- und sozialpolitischen Aufgaben. Eine Herausforderung besteht vor allem darin, für den steigenden Bedarf genügend und vor allem hochqualifiziertes Personal zu gewinnen.

Dafür werden alle Hebel in Bewegung gesetzt, betonten Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher und Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker in einer Pressekonferenz am Donnerstag. Mit der kürzlich gestarteten Kampagne #teameinhundert und der Fortsetzung der connexia Implacementstiftung sollen an Weiterbildung Interessierte und Arbeitsuchende für die Pflege und Betreuung motiviert werden. Und die verschiedenen Bildungsangebote an der Schule für Sozialbetreuungsberufe Bregenz (SOB), an den Gesundheits- und Krankenpflegeschulen und an der FH Vorarlberg sollen künftig durch die Möglichkeit der Pflegelehre ergänzt werden.

Vorarlberg ist bereit für die Pflegelehre

Die Einführung der Pflegelehre wird auf Bundesebene derzeit ausgearbeitet. "Vorarlberg ist bereit, als eine Pilotregion in Österreich diese Ausbildung anzubieten", betonte Landesrätin Rüscher. Eine Arbeitsgruppe hat sich schon seit einigen Jahren mit der Vorbereitung der entsprechenden Grundlagen im Lande befasst. Rüscher verwies auf eine Umfrage der Wirtschaftskammer, die schon 2018 das große Interesse der Betriebe aufgezeigt hat, rasch Pflegelehrlinge auszubilden. So könnten ad hoc mindestens 30 Lehrplätze geschaffen werden. Auch bei den Jugendlichen besteht großes Interesse.

Vorgesehen ist für die Pflegelehre ein Modell 4-1. Dieses sieht nach vier Jahren einen Lehrabschluss zur Pflegefachassistenz vor. Sollte ein Lehrling bereits nach drei Jahren aussteigen wollen, kann er/sie dies mit dem Abschluss Pflegeassistenz tun, erklärte Rüscher: "Diese Abstufung hat mehrere Vorteile: Sie gibt den Jugendlichen eine Entwicklungsmöglichkeit während der Lehrzeit, die Durchlässigkeit zu akademischer Bildung bleibt bestehen, und sie erlaubt eine bessere Stellenplanung in den Betrieben."

(VOL.AT)

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