Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Viele Patienten essen zu wenig

Hohenems - Kaum zu glauben, aber wahr und jetzt belegt: Jeder dritte Spitalspatient ist mangelernährt. Patienteninformation[.pdf - 144KB] | Resolution [.pdf - 226KB]

Ein Arzt aus Wolfurt leitet jetzt ein internationales Projekt. Die Folgen der Mangelernähring sind eine deutlich längere Aufenthaltsdauer sowie eine zwei- bis dreifach höhere Sterblichkeit. Dennoch blieb das Problem bislang weitgehend unbeachtet. Erst eine Resolution des Europarates, die neben 17 anderen Staaten auch Österreich unterzeichnete, brachte den Umschwung.

Positives Ergebnis

Denn im Sog dieser politischen Willenserklärung zur Verbesserung der Situation entstand das Projekt „Nutrition Day in European Hospitals“. Geleitet wird es von dem in Wien tätigen Wolfurter Arzt, Prof. Dr. Michael Hiesmayr. Hinter der Initiative steht die Idee, an einem Tag quer durch Europa Daten zur Ernährung und Ernährungssituation von Patienten in Krankenhäusern zu erheben. Die erste bisher größte Querschnittuntersuchung fand am 19. Jänner 2006 statt. In 25 Ländern haben mehr als 16.400 Patienten auf 750 verschiedenen Stationen teilgenommen. In Österreich beteiligten sich rund 3000 Patienten an der freiwillig und anonym durchgeführten Befragung. Neben einer Abteilung am LKH Feldkirch nützte auch das LKH Hohenems die Chance einer Standortbestimmung.

Sie fiel positiv und besser aus als der europäische Durchschnitt. Trudy Giesinger führt das auf die Tatsache zurück, dass es schon seit längerem ein Ernährungsteam gibt, das im Bedarfsfall entsprechende Maßnahmen setzt, und ein System besteht, mit dem gefährdete Patienten bereits bei der Aufnahme erfasst werden. „Die Erhebung war dennoch aufschlussreich“, betont die Diätologin und lobt vor allem die sehr gute Organisation und einfache Handhabung der in allen Landessprachen verfassten Fragebogen. Auf jeden Fall macht das LKH Hohenems auch beim heurigen „Nutrition Day“ am 25. Jänner mit.

Angst hemmt Appetit

Dass Leute im Spital keinen oder nur wenig Appetit verspüren, hat laut Michael Hiesmayr verschiedene Gründe. „An den Mahlzeiten und der Menge liegt es nicht“, sagt der Leiter der Abteilung für Herz-Thorax-Anästhesie und Intensivmedizin am AKH. Eine große Rolle spielen Angst und die damit verbundene Übelkeit. Zudem verlieren Patienten oft schon vor dem Gang ins Krankenhaus an Gewicht. „Essen sie dann auch im Spital nichts, bedeutet das ein erhöhtes Risiko, das den weiteren Verlauf der Erkrankung entscheidend bestimmt“, verdeutlicht Hiesmayr den mitunter tödlich endenden Kreislauf. Die Situation sei jedoch nicht in jedem Krankenhaus gleich, relativiert er. Es hänge auch von der „Kundschaft“ ab.

Frühzeitiges Erkennen

Trotzdem hält es Dr. Michael Hiesmayr ganz allgemein für „wichtig, der Ernährung in den Spitälern mehr Aufmerksamkeit zu schenken“. Sein Ziel: Durch frühzeitiges Erkennen die Mangelernährung zu verbessern. „Viel lässt sich durch relativ einfache Maßnahmen beheben“, ist Hiesmayr überzeugt. Als Beispiele führt er an: Bewusstseinsbildung bei den Patienten, Abfragen der Ernährungsgewohnheiten bei Aufnahme und Erstellung eines Ernährungsplanes sowie Weiterbetreuung nach der Entlassung. Für den kommenden „Nutrition Day“ hofft er auf eine rege Teilnahme. Heuer werden auch Intensivstationen und Pflegeheime einbezogen.

Weitere Infos unter www.nutritionday.org.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Viele Patienten essen zu wenig
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen