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Viele „Wühlmäuse“-Legenden feierten

Zugabe: Die freche Nummer „Die Glocken von St. Vorarlberg“ (von links: Gerold Amann, Markus Linder, Jack Griss, Karl Winger).
Zugabe: Die freche Nummer „Die Glocken von St. Vorarlberg“ (von links: Gerold Amann, Markus Linder, Jack Griss, Karl Winger). ©Theater am Saumarkt
Das Beste aus 24 Jahren „Wühlmäuse“-Kabarett gibt es nun auf einer Doppel-CD.

Feldkirch. (sch)  Ein herbstlicher Sonntagvormittag mit fallenden Blättern in der Natur – im Theater am Saumarkt hingegen ging es bei der Matinee sehr frühlingshaft zu; gedachte man doch permanent der Anfänge des TaS und dessen erfolgreicher „Frühlingsjahre“, die künstlerisch von einer Handvoll heute schon legendärer Vorarlberger Kabarettisten geprägt wurden, den aus Rankweil stammenden „Wühlmäusen“. Von 1964-1988 sorgten sie im TaS für regelmäßig ausverkaufte Vorstellungen, und das exzellente Gründungsehepaar, die leider schon verstorbenen Heiner (1930-2008) und Gertrud (1935-2005) Linder, und ihr Team boten im einzigen Kellertheater Vorarlbergs Kabarett vom Besten, das bis heute legendären Ruf besitzt. Die SpielerInnen Gertrud Linder, Annelies Vith-Scherrer, Gabi Fleisch oder Elvira Naphegyi; die Spieler Klaus Schöch (1947-2008), Jack Griss, Sepp Längle, Karl Winger, Herbert Geringer oder Kurt Schwab; die Texter Heiner Linder, Ulrich Gabriel, Franz Bertel, Thomas Linder, Werner und Günther Hagen, Wolfgang Linder oder Herbert Häusle; der Komponist Gerold Amann, der geniale Plakatkünstler Reinhold Luger, die ORF-Herren Ulrich Herburger, Wolfgang Burtscher und  Leo Haffner, um nur die wichtigsten Protagonisten in ihrer Vielfalt zu nennen, schufen mit sprachlicher Präzision, messerscharfem rebellischem Witz (Heiner Linders Credo: „Was wohr ischt, ischt wohr!“), mit Mundart-Pointen, Gesang und abwechslungsreichem Ganzkörpereinsatz,  ohne aber in Klamauk abzugleiten, bis heute funkelnde Kabarettperlen, die auf den singulären Plakaten von Reinhold Luger angekündigt wurden.

 

„Wühlmäuse“ leben weiter

Endlich gibt es nun das von „Wühlmäuse“-Fans ersehnte Best of „Wühlmäuse“ auf einer Doppel-CD, die im Feldkircher Musikladen Müllner etc. erhältlich ist. „Sohn“ Markus Linder hat in jahrelangen Recherchen das schon rare Tonmaterial zusammengetragen und nun auf den zwei Silberscheiben die „Wühlmäuse“ (40 Nummern !) für immer verewigt. Und er war selbstredend auch der charmante Moderator der Matinee.

 

Zeithistorische Einordnung

Der bekannte Historiker Leo Haffner, der auch das Vorwort im CD-Booklet geschrieben hat,  glaubt, dass die Gründung der „Wühlmäuse“  (oder auch von „Flint“) die Funktion eines notwendigen Ventils, Gegengewichts gegen die braunen Beharrungskräfte  im von der ÖVP  beherrschten  Vorarlberg der Nachkriegsjahre hatte  (von Pitschmann bis Grabherr etc.).  Ja, die „Wühlmäuse“ waren gewiss ein (lokal)politisches Kabarett, aber die vielen legendären Gestalter  mit Heiner Linder an der Spitze ließen auch stets  einen geistreichen Humor nicht zu kurz kommen. Und als viele von der großen, oben genannten Mäuse-Familie am Sonntag wieder und noch fit die TaS-Bühne bevölkerten und putzmunter heitere Episoden zum Besten gaben, erlebte das begeisterte Publikum wohlig zwei Stunden köstlicher Nostalgie.   

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