"Viel Rauch" im Bürgerforum

Lustenau - Diskussionen rund um das Rauchen gingen auch über die Feiertage weiter.

Kurz vor Weihnachten kam der Vorschlag von Marlene Warenitsch im Bürgerforum, dass auch das Rheincenter in Lustenau dem neuen Nichtrauchergesetz im Messepark nachziehen sollte. Auch Patrick Wiedl würde das begrüßen. “Abgesehen von den verrauchten Kleidungsstücken, die dann im Rheincenter angeboten werden, spielt für mich vor allem die Vorbildwirkung und die Gesundheit eine große Rolle”, so Herr Wiedl. Für ihn ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis in der EU ein flächendeckendes Rauchverbot eingeführt wird. “Ich bin klar für ein Rauchverbot an öffentlichen Plätzen”, kommentiert er. Und er würde sich freuen, wenn sich der Geschäftsführer des Rheincenters durch die Forums-einträge inspiriert fühlt und das Rauchverbot schon vor der gesetzlichen Änderung in Kraft tritt.

Raucher Raum geben

Auch Andreas Humpeler wollte zu den Äußerungen im Bürgerforum Stellung nehmen. “Ich muss sagen, dass rauchfreie Einkaufszentren bzw. Lokale sicher eine Bereicherung sind. Was ich aber als Gegenargument sagen muss, ist, dass ab einem gewissen Punkt die Raucher wirklich diskriminiert werden. Wenn man das Rauchverbot einführt, sollte man aber auch den Rauchern die Möglichkeit geben, dass sie an gegebenen Orten rauchen dürfen”, so Herr Humpeler.
Auch Michael Hämmerle findet, dass gerade ständige Verbote besonders an Schulen, nicht der richtige Weg sind. Er hält die Verschärfungen, die ab 1. Jänner in Kraft getreten sind, für ausreichend. 

Rückgrat gefordert

Gerhard Gratwohl möchte sich als direkt betroffener Raucher auch zu Wort melden: “Grundsätzlich bin ich dagegen, dass uns unser Staat immer mit halbherzigen Gesetzen beschenkt. Wenn man das Rauchen verbietet, dann sollten die zuständigen Politiker so viel Rückgrat haben und den Verkauf von Tabakwaren ebenfalls verbieten.

Gastwirte entscheiden

Der Gastronomie ein Verbot aufs Auge zu drücken finde ich ebenfalls nicht in Ordnung. Sind doch viele dieser Betriebe auch auf die Raucherkunden angewiesen. Es sollte den Gastwirten überlassen sein, eine entsprechende Entscheidung zu treffen.

Dann ist an der Lokaltüre ganz klar ausgezeichnet, dass es sich um ein Raucherlokal oder ein Nichtraucherlokal handelt. So viel Toleranz kann man auch von Nichtrauchern erwarten, dass Sie selbst entscheiden, ob Sie den Rauch in Kauf nehmen oder nicht!”

Rauchen auf dem Pausenhof?

Auch das Rauchen auf dem Schulhof beschäftigt die Bürgerforumsteilnehmer. “Natürlich sollte man den Rauchern nichts verbieten, aber ich finde es nicht in Ordnung, wenn die Schulen einem von Gesundheit, Verantwortung und Achtung vor anderen Menschen erzählen und dabei aber an einer Schule im Pausenhof das Rauchen erlauben”, erklärt Gerhard Gratwohl. Er spricht dabei die Situation an der HAK/HAS Lustenau an. “Die ganzen Jugendlichen, die in die Schule kommen, werden mit der ständigen Qualmerei am Pausenhof konfrontiert. Mich regt das persönlich auf”, so Gratwohl. Er glaubt, dass dadurch der Konsum von Nikotin zwischen den Jugendlichen gesteigert wird und es einfach unverantwortlich ist, dass die Nichtraucher so vielleicht gezwungen sind, dem Rauch aus dem Weg zu gehen und im Schulgebäude bleiben müssen. Für ihn ist klar – Verlegung des Raucherhofes oder gar kein Konsum.

Jeder Interessierte kann sich unter http://www.buergerforum.vn.vol.at ein Bild des Bürgerforums machen und sich auch online anmelden.

 

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