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Viel Beifall für jungen russischen Pianisten

Zwanzigjährige Komponisten und Interpreten prägten am Samstagabend das traditionelle Frühjahrskonzert der Gesellschaft der Musikfreunde Bregenz im Theater am Kornmarkt.

Unter der Leitung von Hansjörg Gruber, dem früheren Direktor des Landeskonservatoriums Feldkirch, spielte das mit Profis verstärkte ambitionierte Amateurorchester der Musikfreunde ein Konzert mit Werken von Arriaga, Chopin und Dvorak. Der expressis verbis zwar nicht als Muttertagkonzert ausgewiesene Abend wurde mit großem Beifall bedacht.

Den stärksten Applaus erhielt der bemerkenswerte russische Pianist Miroslav Kultyschev (20) aus St. Petersburg. Mit ausgereifter Anschlagstechnik und großem Tiefgang in der Gestaltung interpretierte der junge Tastenkünstler das Klavierkonzert Nr. 2 f-moll, das Frederic Chopin als Zwanzigjähriger komponiert hatte. Kultyschev nimmt im Herbst 2005 am Chopin-Wettbewerb in Warschau teil und will dort u.a. auch mit dem in Bregenz gespielten Konzert punkten, das er offenbar sehr gut „drauf“ hat. Vorarlberger Konzertbesuchern ist Kultyschev trotz seiner Jugend kein Unbekannter mehr. Immerhin hat der junge Künstler, der Schüler bei Zora Zucker am St. Petersburger Konservatorium war, bereits als Heranwachsender vor fünf Jahren erstmals einen Soloabend im Bregenzer Kornmarkttheater gegeben und vor zwei Jahren im Konservatorium in Feldkirch gespielt.

Begonnen hatte der Konzertabend mit der ein bisschen an Rossini erinnernden Ouvertüre zu „Los Esclavos felices“ des nur 20 Jahre alt gewordenen spanischen Komponisten Juan Crisostomo de Arriaga (1806-1826). Mit der slawisch angehauchten Symphonie Nr. 5 F-Dur von Antonin Dvorak (1842-1904) stellten die Musikfreunde zum Abschluss ihre mehr als solide musikalische Leistung unter Beweis. Die Streicher, insbesondere die Celli, hatten ebenso Gelegenheit zu brillieren wie die intonationssicheren Holz- und Blechbläser. Die seit bald 100 Jahren bestehende Gesellschaft der Musikfreunde Bregenz misst sich nicht mit Spitzenklangkörpern, bildet aber einen wichtigen Mosaikstein der Musikszene im Ländle und in der Landeshauptstadt.

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