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VGKK: Verluste vergrößern sich

Die rasante Abwärtsentwicklung der Gebarung der VGKK hat sich im Vorjahr fortgesetzt. Für das Berichtsjahr 2003 weist sie bei Aufwendungen von insgesamt 353 Millionen Euro einen Bilanzverlust von 11,8 Millionen aus. 

Das teilten Direktor Karl Schiemer und der neue Obmann Manfred Brunner heute, Donnerstag, bei der Präsentation des Geschäftsberichts mit. Für das heurige Jahr wird ein Bilanzverlust von 17,1 Mio. Euro befürchtet.

Mit 11,8 Mio. Euro habe sich der Abgang dank Zuflüssen vor allem aus dem Ausgleichsfonds noch in Grenzen gehalten, sagte Schiemer. 2002 betrug der Verlust 16,5 Mio. Euro. Positiv erwähnte Schiemer, dass die Beitragseinnahmen trotz des schlechten Konjunkturjahres höher als erwartet ausgefallen (plus 2,4 Prozent) seien. Hingegen entwickle sich der Arzneibereich mit einer Steigerung der Aufwendungen um 8,9 Prozent weiter alarmierend. Die höchsten Aufwendungen im Jahr 2003 betrafen Überweisungen an den Krankenanstaltenfonds (93,9 Mio.), Zahlungen für ärztliche Hilfe und gleichgestellte Leistungen (92 Mio.) sowie den Heilmittelbereich (67,6 Mio.). Von den 353 Mio. Euro Gesamtaufwendungen kamen 340 Mio. den Versicherten als Leistung zugute.

Das für das Geschäftsjahr 2004 prognostizierte Minus wird laut Schiemer noch höher als 2003 ausfallen und 17,1 Mio. Euro betragen. Ausschlaggebend dafür seien zum einen die heuer schlagend werdende Erhöhung der Beitragseinnahmen, zum anderen gebe es heuer keine Rückflüsse aus dem Ausgleichsfonds. Dennoch lebe die VGKK im Vergleich mit anderen Gebietskrankenkassen „in guten Verhältnissen“. Nach Aussagen Schiemers verfügt die VGKK über 56 Mio. Euro an Rücklagen, von denen ein Teil in Fonds angelegt ist. Schiemer räumte aber ein, dass bei gleich bleibender Entwicklung „sehr bald nichts mehr davon übrig sein wird“.

Große Hoffnung zur Eindämmung der Kosten setzen Schiemer und Brunner in die neu zu schaffenden regionalen Gesundheitsplattformen. „Ich sehe die Plattformen als große Chance, bei den Kosten einiges in den Griff zu bekommen“, sagte Brunner. Reformen wie etwa die Schwerpunktsetzung in Krankenhäusern müssten jetzt angegangen und konsequent verfolgt werden. Auch in der Einführung der E-Card, die ab 2006 flächendeckend den herkömmlichen Krankenschein ablösen soll, sieht Brunner Einsparungspotenzial.

Die geplante Streichung der Zuschüsse für Sehbehelfe kritisierte Schiemer als „falsches Signal“. Es sei dies ein erster Schritt in Richtung Rationierung, „die wünsche ich mir nicht“. Überhaupt rief Schiemer dazu auf, das Solidaritätsprinzip zu bewerben. Zum Solidarsystem gebe es keine Alternative. „Ein anderes System würde nicht billiger funktionieren“, sagte Schiemer.

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