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Vettels "Wiederauferstehung" beim "Armageddon" von Mercedes

Für beide Teams gab es an diesem Wochenende Hochs und Tiefs
Für beide Teams gab es an diesem Wochenende Hochs und Tiefs ©APA (AFP)
Die begeisterungsfähigen Tifosi jubeln nach Hockenheim schon über eine vermeintliche "Wiederauferstehung" von Sebastian Vettel und Ferrari. Mehr als ein kräftiger Schub für das Selbstvertrauen der Scuderia ist Platz zwei im Chaos-Klassiker von Deutschland in der Formel 1 jedoch eher nicht. Für Mercedes wurde das große Heim-Rennen zum "Armageddon".

Das als nationales Heiligtum verehrte italienische Traditionsteam wähnt Vettels Sturmfahrt im verrückten Rennen auf großteils nasser Piste vor seinem Heimpublikum dennoch als mögliche Initialzündung in einer Saison voller Krisen und Verunsicherungen. "Es ist eine harte Phase für uns. Wir geben uns alle Mühe, wir machen Fehler und wir sind nicht da, wo wir sein wollen", räumte der zuletzt oft kritisierte Vettel nach seiner meisterhaften Rutschpartie von Position 20 bis auf Platz zwei ein, "wir müssen aber weiter an uns glauben, an unsere Fähigkeiten, unsere Stärken. Und ich bin zuversichtlich, dass unser Tag noch kommen wird."

Vettels 50. Ferrari-Podium könnte kostbarer kaum sein. Nach einem fünften, einem vierten und einem 16. Platz in den vorherigen Grand Prix war das Timing für eine Demonstration seines Könnens bestens. Zumal sein Stallrivale Charles Leclerc in den vergangenen drei Rennen stets vor dem 32-Jährigen gelandet war, diesmal aber von der nassen Strecke ins Aus rutschte. "Ich glaube, dass das für ihn ein toller Schub für das Selbstvertrauen ist", befand Ferrari-Teamchef Mattia Binotto, "das war wichtig an dieser Stelle der Saison."

Und es war eine ganz besondere. Im vergangenen Jahr war Vettel in Führung liegend nach einem Fahrfehler in der Sachskurve von der Strecke gerutscht und musste seine Hoffnungen auf den ersten Heimsieg in Hockenheim aufgeben. Neben Rennsieger Max Verstappen im Red Bull agierte am Sonntag diesmal kein anderer Fahrer so gekonnt wie der viermalige Weltmeister.

"Hockenheim war im letzten Jahr der Anfang vom Ende", schrieb "La Repubblica" in Italien über Vettel. "Jetzt könnte es für den Beginn der Wiederauferstehung stehen." Der zweite Platz werde den Deutschen vielleicht nicht wieder in den WM-Kampf mit dem diesmal nur neuntplatzierten Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton führen, schrieb die Zeitung weiter, "ganz sicher gibt er aber ein bisschen Moral zurück".

Vettel verliert die WM natürlich nicht aus seinem Fokus. Auch nicht bei einem Rückstand von 84 Punkten auf den fünfmaligen Champion Hamilton. Der Deutsche hofft weiter in dieser von Aussetzern, Pannen und Defekten durchsetzten Scuderia-Saison auf Entwicklungsschritte. "Wir müssen sicherstellen, dass wir uns verbessern, ihnen eine viel härtere Zeit bereiten, und natürlich geraten Dinge in Bewegung, wenn man Menschen unter Druck setzt", sagte Vettel.

Mercedes soll die Leidenschaft von Ferrari zu spüren bekommen. "Ich bin genauso ungeduldig wie jeder andere auch", meinte Vettel über die ausbleibenden Siege 2019. Ferrari arbeite jedoch daran, sich stetig zu verbessern. "Ich hoffe, dass die Leute ein bisschen Geduld haben und uns die Freiheit geben."

Ferrari ist allerdings einfach nicht in der Lage, selbst aus der singulären Schwäche von Mercedes entscheidend Kapital zu schlagen. Valtteri Bottas rutschte ins Aus, Hamilton kletterte erst nach einer Alfa-Romeo-Strafe in die Punkte. Dazwischen lagen strittige Kommandos aus der Garage und auch ein Slapstick-Boxenstopp der unvorbereiteten Silberpfeil-Crew, der den kränkelnden Hamilton fast eine Minute aufhielt.

Als ein "Armageddon-Wochenende" titulierte Teamchef Toto Wolff den katastrophalen 200. Grand Prix von Mercedes daher. "Manchmal muss man sich eine Ohrfeige abholen und daraus lernen. Das sind die Tage, die uns besser machen", gab sich der Österreicher kämpferisch.

Hamilton sagte zunächst alle seine Termine ab, um zuhause Schlaf zu finden und wieder zu Kräften zu kommen. "Das war eines der schlimmsten Wochenenden, an das ich mich erinnern kann", räumte der Brite ein. In Ungarn schon am kommenden Wochenende müssen die einen wieder aufwachen, die anderen wollen endgültig wiederauferstehen.

(APA/dpa/ag.)

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