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Verzögerungen bei Seestadt ziehen auch neuen Bregenzer Bahnhof nach hinten

Bislang gibt es die Seestadt und das Seequartier nur als Modell.
Bislang gibt es die Seestadt und das Seequartier nur als Modell. ©VOL.AT/Rauch
Bregenz - Der Bau der Seestadt in der Vorarlberger Landeshauptstadt verzögert sich weiter. Aufgrund von Einsprüchen dauert die Bearbeitung der Baugenehmigungen bis in den Herbst hinein. Darunter leidet auch das Seequartier rund um den Bahnhof.

Bei Prisma wartet man weiterhin auf die Baubewilligung für die 120-Millionen-Seestadt. Grund für die Verzögerungen: Einsprüche von Anrainern, die Beschädigungen ihrer Gebäude durch die Bauarbeiten befürchten. Vor allem die Vorarlberger Landesversicherung fürchtet um ihr denkmalgeschütztes Gebäude, wie die Vorarlberger Nachrichten im Mai berichteten.

Anrainer fürchten Gebäudeschäden

Der schwierige Baugrund und auch die derzeitigen Kostenvoranschläge beschäftigen auch die Prisma. Auch die dauernden Verzögerungen führen dazu, dass die zu erwartenden Investitionskosten den Rahmen zu sprengen drohen. Anpassungen der Seestadt, um unter der Kostengrenze zu bleiben, wollte Prisma-Chef Bernhard Ölz gegenüber der NEUEN nicht ausschließen.

Prisma will sich nicht auf Termin festlegen

Derzeit will man sich bei der Prisma Holding nicht auf einen Bautermin festlegen. Die Bearbeitung der Einsprüche dokauere voraussichtlich bis in den Herbst. “Diese Bewilligungen sind die Voraussetzungen, um den Baubeginn festlegen zu können”, erklärt Prismasprecher Alexander Frischmann. Dies schlägt sich jedoch auch auf den angrenzenden Bahnhof nieder. Der Baubeginn des Seequartiers inklusive des Bahnhofneubaus ist direkt von der Seestadt abhängig. So ist vor allem der Bau der Tiefgarage zwischen beiden Projekten abgestimmt, aber auch die Infrastruktur und die Verkehrsführung während dem Bau.

Seequartier prüft Baureihenfolge

“Die Projektbetreiber von Seestadt und Seequartier stehen im regen Austausch, um diese Schnittstellen effizient und professionell abzuwickeln”, betont Seequartier-Sprecher Martin Dechant. Da man aber noch keinen Baubeginn absehen kann, ist auch die Bauplanung des Seequartiers in der Schwebe. Bis zum Frühjahr 2017 sollen die erforderlichen Unterlagen aber bei den Behören eingereicht werden können. “Bis die genehmigten Detail- und Zeitpläne der Seestadt stehen, kann beim Seequartier keine komplette Detail-, Kosten- und Bauablaufplanung vorgenommen werden. Es wird darum erst nach Baustart der Seestadt entschieden, welche Bebauung der Baufelder in welcher Reihenfolge erfolgen wird.”

Bautermin für Bahnhof ungewiss

Dies kann bedeuten, dass das Seequartier nur Stück für Stück entstehen wird. Laut Berichten der VN soll das Wohnquartier mit 140 Wohnungen erst in einer zweiten Etappe entstehen. Dies sei eine von vielen denkbaren Möglichkeiten, will sich Dechant nicht festlegen. Auch fehle noch die Ausschreibung der ÖBB für die gewünschte Unterführung. Dass man bis zum Baubeginn des neuen Bahnhofs noch Geld in die Sanierung des alten Bahnhofs steckt, ist unwahrscheinlich. Mit dem bevorstehenden Abriss wäre dies eine reine Geldverbrennung.

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