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Veruntreuungsfall bei BTV ist gerichtsanhängig

Der Veruntreuungsfall bei der Bregenzer Filiale der Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV) ist mittlerweile bei der Feldkircher Staatsanwaltschaft gerichtsanhängig.

Die Staatsanwaltschaft Feldkirch hat gegen den
ehemaligen leitenden BTV-Mitarbeiter beim Untersuchungsrichter eine
Voruntersuchung wegen des Verdachts der Untreue, allenfalls des
Betruges beantragt.

Tätige Reue mit Wiedergutmachung des Schadens sei nach der durch
die BTV dem Gericht bekannt gegebenen Ausweitung der Malversationen
auf 3 Mio. Euro hinfällig geworden. Das sagte der Leitende
Feldkircher Staatsanwalt, Franz Pflanzner, am Freitag auf
APA-Anfrage. Wie lange die Voruntersuchung dauern wird, konnte
Pflanzner nicht sagen. Wegen der umfangreichen Materie sei damit zu
rechnen, dass die Erhebungen des U-Richters voraussichtlich bis
Jahresende dauern könnten.

Der Betroffene war in der BTV-Filiale in Bregenz als Leiter des
Privat-Kundengeschäfts zuständig, erklärte Michael Rothleitner von
der BTV-Rechtsabteilung in Innsbruck gegenüber der APA. Nachdem die
Sache aufgeflogen ist, sei dieser fristlos entlassen worden. Ihm wird
angelastet, mehrere fingierte Kreditkonten eröffnet sowie Eingriffe
in Kundendepots getätigt zu haben. Ersteres sei schon länger bekannt
gewesen. Der ehemalige Bankangestellte habe sich verpflichtet, den
durch die fingierten Konten entstandenen Schaden „mit Hilfe seiner
Familie“ zurückzuzahlen. Nachdem im Zuge einer Revision schließlich
auch die Eingriffe in Kundendepots aufgeflogen sind, habe die BTV
eine weitere Schadenswiedergutmachung abgelehnt und Anzeige
erstattet.

Wie viele Kunden von der Veruntreuung betroffen waren, wollte
Rothleitner nicht sagen, grenzte aber dennoch ein: „Es ist keine
zweistellige Zahl.“ Keiner der betroffenen Klienten habe gegenüber
dem Geldinstitut Bedenken geäußert. „Sie sind von uns verständigt
worden. Den fehlenden Betrag inklusive Zinsen haben wir ihnen bereits
ersetzt.“

Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich Fälle wie dieser
wiederholt, meinte Rothleitner. Imaginäre Kundenkonten würden nicht
sofort auffallen, da die EDV-Abteilung nicht erkennen könne, ob es
sich bei dem Kunden um eine „richtige Person“ handle.
BTV-Vorstandschef Peter Gaugg war zu keiner Stellungnahme erreichbar.

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