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Vertrauenssache

Auf dem Bild: Fachgruppe der Vorarlberger Juweliere Andreas Kopf, Matthias Praeg, Alexander Plakolm, Christina Fetz-Eberle, Paul Mathis, Uschi Dunzinger-Präg, Gerhard Ritter und Frank Emberger
Auf dem Bild: Fachgruppe der Vorarlberger Juweliere Andreas Kopf, Matthias Praeg, Alexander Plakolm, Christina Fetz-Eberle, Paul Mathis, Uschi Dunzinger-Präg, Gerhard Ritter und Frank Emberger
Immer mehr Marken im Schmuck- und Uhrenbereich erschließen sich das Internet als neuen Vertriebskanal. Welche Auswirkungen hat die virtuelle Konkurrenz auf den Fachhandel und warum viele Konsumenten dennoch lieber ihrem Fachgeschäft treu bleiben?
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Ruiniert der E-Commerce die Juweliergeschäfte vor Ort? Keineswegs, wie eine von der Inhorgenta Munich in Auftrag gegebene aktuelle Studie jetzt herausfand. Das wichtigste Ergebnis: Zwei Drittel aller Befragten ziehen den Besuch eines Fachgeschäfts der Bestellung in einem Online-Shop vor. Entscheidend dafür sind die persönliche und kompetente Beratung beim Juwelier des Vertrauens. Für die Obfrau der Fachgruppe der Vorarlberger Juweliere, Uschi Dunzinger-Präg, ist das Ergebnis keine Überraschung. „Im Fachhandel hat der Kunde die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren, verschiedene Uhren oder Schmuckstücke anzuprobieren und dann zu entscheiden. Aufgrund einer nüchternen Abbildung im Internet die tatsächliche Haptik nachzuempfinden, ist äußerst schwierig“, betont Dunzinger-Präg und führt weiter aus: „Mit seiner Sach- und Menschenkenntnis kann der Fachhändler genau die Auswahl an Produkten anbieten, die am besten zu den Bedürfnissen und Vorstellungen des jeweiligen Kunden passt. Der Juwelier berät darüber hinaus über Qualität sowie verwendete Materialien und bietet auch einen After-Sale-Service an.“

Komplementäre Nutzung. Fest steht, die Menschen haben heutzutage ein hybrides Einkaufsverhalten, das heißt, sie nutzen verschiedene Kanäle: Sie sind online genauso unterwegs wie in den Einkaufsstraßen ihrer Heimat. Das Internet ist ein Mittel, um komplementäre Erlebnisse zu bieten, sodass Kunden sich beispielsweise vorab über neue Kollektionen oder Trends informieren können. Der spätere Kauf findet dann meist in einem realen Geschäft statt. Gerade im hochpreisigen Segment ist die Anschaffung einer Uhr oder eines Schmuckstücks Vertrauenssache. Niemand gibt gerne vorab seine Kreditkartendaten preis, ohne genau zu wissen, was er ein paar Tage später wirklich in seinem zugesandten Paket vorfindet. „Im Internet geht der Kunde auch immer ein gewisses Risiko ein, was Kaufabwicklung, Authentizität und Gewährleistung der Produkte betrifft“, so die Fachfrau. Das Schnäppchen im Internet existiert nicht. Luxusuhren kosten in den seriösen Internetshops der großen Brands genauso viel wie beim Juwelier vor Ort. Wer auf Discounts hofft, geht das Risiko ein, ein Plagiat zu erwerben. Laien sind nicht in der Lage, eine gut gemachte Fälschung von einem Original zu unterscheiden.

Rundum gut betreut. Stichwort Umarbeitungen, Neuanfertigung, Reparatur – hier punktet das Fachgeschäft auf voller Linie. Die Fachhändler in Vorarlberg bieten den Kunden einen Full-Service rund um ihr schmuckes oder tickendes Lieblingsstück. Im Internet gibt es das nicht. Es entsteht keine persönliche Beziehung, auf die der Kunde zurückgreifen kann, sollten neue Wünsche, Fragen oder Probleme auftauchen. Gerade im Falle von Gewährleistungen und Garantien zieht der Internetkauf oft einen mühsamen Mailverkehr oder unendlich erscheinende telefonische Warteschleifen nach sich. Die Kunden sind sich dieser Vorteile zumeist bewusst, das unterstreichen zumindest die Ergebnisse der Inhorgenta-Studie. Im Luxusbereich von Uhren und Schmuck wird das Online-Shopping den physischen Laden also noch lange nicht ablösen.

 

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