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"Versprechen für die Natur" von Staats- und Regierungschefs

Einige große Staaten beteiligen sich nicht an der Aktion
Einige große Staaten beteiligen sich nicht an der Aktion ©APA(AFP/UNITED NATIONS)
Staats- und Regierungschefs aus mehr als 60 Ländern, darunter Bundespräsident Alexander Van der Bellen, haben mit einer gemeinsamen Erklärung ihre Absicht unterstrichen, sich stärker für den Erhalt der weltweiten biologischen Vielfalt einzusetzen. Sie verabschiedeten am Montag (Ortszeit) in New York am Rande der UNO-Generaldebatte gemeinsam ein sogenanntes "Versprechen für die Natur". Unter anderem sollen unregulierte Fischerei und Wilderei gestoppt werden.

"Indem wir dieses Versprechen für die Natur unterstützen, verpflichten wir uns nicht einfach nur zu Worten, sondern zu bedeutsamen Taten und gegenseitiger Rechenschaft, um die Krise des Planeten anzugehen", hieß es in dem Dokument. Ein konkretes Ziel ist es etwa, dass bis 2050 kein Plastikmüll mehr in die Meere gelangt.

Zu den Unterstützern gehörten unter anderem die Europäische Union, Frankreich und Großbritannien sowie alle Nachbarländer Österreichs mit Ausnahme der Schweiz und Liechtensteins. Zahlreiche große Staaten wie beispielsweise Brasilien, Indien, die USA und China beteiligten sich nicht an der Aktion.

Am Mittwoch soll es bei den Vereinten Nationen erstmals eine hochrangige Veranstaltung zum Schutz der biologischen Vielfalt geben, für den allerdings kein gemeinsames Abschlussdokument geplant ist. Das sei ein "Armutszeugnis", kommentierte Florian Titze vom Naturschutzverband WWF Deutschland.

Bundespräsident Van der Bellen wollte beim Biodiversitätsgipfel am Mittwoch eine Videorede halten. Bereits am Montag hatte er sich in einer Videobotschaft an die UNO-Vollversammlung gewandt. "Unser Planet befindet sich in einer Notlage!", betonte der Bundespräsident. "Wir beobachten die Auswirkungen der Übernutzung natürlicher Ressourcen, nicht nachhaltiger Gewohnheiten und der globalen Klimakrise. Und wir spüren jeden Tag die verheerenden Auswirkungen dieser Faktoren auf unsere Ökosysteme."

Vor kurzem hatte ein UNO-Bericht dargelegt, dass keines der 20 vor zehn Jahren für 2020 gesetzten Ziele bei dem Thema erreicht worden sei. Im chinesischen Kunming ist für das kommende Jahr eine UNO-Biodiversitätskonferenz geplant. "Kunming muss aus der Biodiversität eine allgegenwärtige Sorge und ein politisches Thema machen", sagte der Präsident der UNO-Vollversammlung, Volkan Bozkir. "Jeder muss die Risiken der Untätigkeit verstehen."

(APA/dpa)

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