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Verpackte Hilfsbereitschaft geht auf die Reise

Rund 3000 Bananenschachteln werden im Lkw-Anhänger verstaut.
Rund 3000 Bananenschachteln werden im Lkw-Anhänger verstaut. ©Edith Hämmerle
Von der Spende per Lkw bis zur Ankunft in Nordalbanien. Freiwillige machen es möglich.
Hilfe für Albanien

Dornbirn. Mit Schulmöbeln, Betten und Matratzen ist der Lkw samt Anhänger zum Teil schon beladen, als Tonin und Zef, zwei Frächter aus Albanien, den Truck von Lochau zum Zwischenlager nach Dornbirn steuern. Dort werden sie von Helfern vom Albanien-Team erwartet. In rund 3000 Bananenschachteln sind gebrauchte Kleidungsstücke, Schuhe, Kappen, Bettwäsche und alles, was für den herannahenden Winter benötigt wird, gut verpackt. „Das Verladen ist harte Arbeit“, erwähnt Bernhard Ruepp, der seit über zehn Jahren im Albanien-Team mithilft. Er prüft noch den Inhalt, der auf jeder Schachtel aufgelistet ist, bevor er kräftig anpackt. Was ihn dazu bewogen hat in seiner Pension noch schwere Arbeit zu verrichten? „Ganz einfach“, sagt er, „wenn du diese Armut siehst, und die habe ich das erste Mal 1991 gesehen, als ich mit dem ersten Schulmöbeltransport in den Norden Albaniens gefahren bin, dann willst du einfach helfen.“ Seine Motivation teilen sein Bruder Georg Ruepp, ebenso seine Kollegen Kurt Metzler und Wolfgang Blank aus Dornbirn, die sich in ihrem Ruhestand noch keine Ruhe gönnen. Sie fahren mit der Schubkarre, voll beladen, hin und her, bis die letzte Schachtel auf dem Lkw-Anhänger verstaut ist. Auch Bernhard Köb ist vor Ort. Er steht dem sozialen Verein, der von Pfarrer Franz Winsauer ins Leben gerufen wurde, als Obmann vor. Er ist es auch, der nach getaner Arbeit einen Zirbenschnaps aus der Tasche zieht und jedem ein Stamperl einschenkt. Es ist der Lohn für die Arbeit. Ein Stamperl Zirbenschnaps, mehr ist nicht drinnen“, meint er lachend, „denn wir finanzieren alles aus Spendengeldern.“

Bedarf an Kinderbekleidung

Auch im Lager an der Mittelfeldstraße im Hatlerdorf gibt es noch einiges zu verladen, das unbedingt nach Albanien muss. Zum Beispiel Rollstühle und Rollatoren, natürlich alles gebraucht. Das Lager, ein baufälliges Gebäude, das zum Abbruch vorgesehen ist, wurde von der Stadt Dornbirn zur Verfügung gestellt. „Auch dafür sind wir sehr dankbar“, betont der Obmann die Hilfsbereitschaft von allen Seiten. Die große Vorarbeit des Sortierens der gespendeten Ware, bei der vorwiegend Frauen aus der Umgebung mithelfen, sei unschätzbar, ist sich das Team einig. Was laufend benötigt wird, sind Baby-, Kinder- und Jugendbekleidung, aber auch Kinderspielsachen, alles in gut erhaltenem Zustand. „Wenn ich es selbst noch verwenden möchte“, meldet sich Bernhard Ruepp noch einmal zu Wort, „dann könnte man es als guten Zustand definieren, was für uns alle erleichternd wäre, denn beim Aussortieren muss noch ein Teil vom Werkhof entsorgt werden“, bedauert Ruepp und bedankt sich für alle guterhaltenen Utensilien, die dem Verein zur Verfügung gestellt wurden. Worauf das Team besonders stolz ist: „Bei uns kommt die Spende auch wirklich an der richtigen Stelle an. Nämlich dort, wo die Armut am größten ist.“ Und bald rollt die Fracht über die Zollabfertigung in Wolfurt direkt nach Nordalbanien, wo sie vielen hilfsbedürftigen Menschen den Winter, und vor allem das Leben, erleichtern wird.

Kontakt:
„Projekt Albanien“
Bernhard Köb, Vereinsobmann
Mail: mirdita39@gmail.com
Tel. 0664 1913949
www.projekt-albanien.at

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