Vernissage mit "blankem" Perchtentanz

Ein Perchtentanz der besonderen Art...
Ein Perchtentanz der besonderen Art... ©Andrea Fritz
Vernissage Galerie Lisi Hämmerle

Wenn Lisi Hämmerle zur Vernissage in ihre Galerie in die Anton-Schneider-Straße einlädt, dann erwartet die Gäste meist etwas Besonderes. Diesmal wurde von der Formation kozek hörlonski, bestehend aus Peter Kozek und Thomas Hörl, eine sehr eigene Interpretation einer Tafelpercht, im Brauchtum auch als “Schönpercht” bekannt, dargebracht. Bei der Performance stellte – wie im echten Brauchtum – ein Mann die Dame dar – allerdings war sein Unterleib nur in eine knöchellange, hinten offene Schürze gewandet… Je einen Stöckelschuh für den ungleichen Gang am Bein, schritten sie unter den Blicken zahlreicher staunender Passanten zur Vernissage von “connected”, bei der Lehrtätige des Departement für Transmediale Kunst an der “Angewandten” aktuelle Arbeiten aus Fotografie, Skulptur, Video, Installation, Zeichnung, Computeranimation und Performance in der Bregenzer Galerie präsentieren.

Die KünstlerInnen Brigitte Kowanz, Nikolaus Gansterer, Willi Kopf, kozek hörlonski, Wolfgang Obermair, Franz Schubert, Rini Tandon, Elisabeth Wildling
hinterfragen und dekonstruieren in der Ausstellung gewohnte Wahrnehmungsprozesse von Körper, Zeit und Raum.

Professorin und Lichtkünstlerin Brigitte Kowanz zeigt visuelle Poesien, während sich Nikolaus Gansterer “Figures of Research” widmet. Die Arbeiten “Golden Hour” von Franz Schubert und Rini Tandons “Shooting Location” werden an der Wand präsentiert. Materialien der industriellen Massenproduktion wurden von Willi Kopf zur Skulptur “Rocket Man” zusammengebaut. Mit der Endlosigkeit auseinandergesetzt hat sich Elisabeth Wildling mit der Videoinstallation “endless” während Wolfgang Obermair einen Hoola-Hoop-Reifen endlos tanzen lässt. Die Erläuterung zu den einzelnen Arbeiten: Die Unterscheidung zwischen “alten” und “neuen” künstlerischen Medien wird dabei obsolet. Fokus der Arbeiten sind Selbstreferenz und Transformation von Medien, Materialien und Methoden und das daraus resultierende Beziehungsgeflecht von Medien und Wahrnehmung.
Das Kulturpublikum des Abends kam beinahe in Stress: Zeitgleich fand “Blossoms of a Multitude” mit Studierenden der Transmedialen Kunst, Brigitte Kowanz, im Palais Thurn & Taxis statt. Und im benachbarten Magazin 4 startete der Salon d’Amour des Aktionstheaters, was einen regen Ortswechsel der Kunstliebhaber zur Folge hatte. Die Ausstellung in der Galerie Hämmerle ist noch bis 23. April zu sehen.

Anton-Schneider-Straße 4,6900, Austria

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