Vermeintliche Schüsse fordern aktuell die Vorarlberger Polizei

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Schwarzach - Nach den schrecklichen Bluttaten in Bayern reagieren auch viele Vorarlberger derzeit höchst sensibel. Bei der Polizei häufen sich aktuell Meldungen besorgter Bürger über vermeintliche Schussabgaben. Primar Reinhard Haller erklärt wieso die Vorarlberger derzeit vermeintlich überreagieren.

Seit den schrecklichen Vorfällen in Bayern sind auch bei der Vorarlberger Polizei vermehrt Meldungen von angeblichen Schussabgaben eingegangen. Eine genaue Anzahl der Meldungen kann Elisabeth Engelhart von der Vorarlberger Polizei nicht nennen. “Die Bevölkerung ist sensibilisiert, das merkt man”, so die Pressesprecherin der Polizei. Für die Polizei ist in solchen Situationen die Aufklärung besonders wichtig. Jedem Hinweis wird ernsthaft nachgegangen, doch genau diese Aufklärung gestaltet sich in vielen Fällen schwierig.

Beamte werden gefordert

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“Früher hätten sich die Leute bei einem Knallgeräusch nichts gedacht”, so  Engelhart. “Ein Beispiel dafür ist ein Vorfall von dieser Woche. Dabei hatte ein Jogger der Polizei gemeldet, dass in Lauterach ein Mann mit Holster und Waffe unterwegs sei. Schlussendlich war die Person lediglich mit einem Knirps und einem Handy unterwegs. In anderen Fällen entpuppten sich vermeintliche Schüsse als geplatzter Luftballon oder Feuerwerk. “Natürlich hat die Polizei Verständnis für die Bevölkerung. Niemand kann so etwas ausschließen”, zeigt sich Engelhart verständnisvoll. Dennoch ist es laut der Pressesprecherin im Moment auch eine besonders heikle Situation für die Polizei. “Die Polizei wird im Moment besonders gefordert”, so die Pressesprecherin.

Natürliche Reaktion

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Laut Primar Reinhard Haller ist das Verhalten der Vorarlberger durchaus normal. “Wenn Amok und Terror zusammentreffen reagieren die Menschen übersteigert”, so der Psychiater. Durch die Bluttaten in Bayern ist der Terror in unseren Kulturkreis eingedrungen. “Angst ist hier eine vollkommen normale Reaktion”, so Haller. Die Bevölkerung werde zusätzlich in Alarmbereitschaft versetzt, wenn sie darauf hingewiesen wird vorsichtig zu sein. So wird die Angst weiter geschürt. “Mit der Zeit wird sich die Situation wieder beruhigen”, zeigt sich der Psychiater zuversichtlich.

Täglich mehrere Scherzanrufe

In der Leitzentrale gehen täglich mehrere Scherzanrufe ein. Diese Anrufe sind für die Polizei besonders ärgerlich. Da die Polizei jedem Hinweis nachgeht. Aus diesem Grund werden diese Scherzanrufer von der Polizei ausgeforscht und müssen mit entsprechenden Anzeigen rechnen.

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