Verletzte und Festnahmen bei Corona-Protesten in Bratislava

Bei Protesten gegen die Corona-Maßnahmen der slowakischen Regierung sind in Bratislava zwei Polizisten durch Feuerwerkskörper verletzt worden. Neun Demonstranten nahm die Polizei nach eigenen Angaben am Mittwochabend fest. Wie die Nachrichtenagentur TASR berichtete, waren allein in der Hauptstadt Bratislava zehn verschiedene Kundgebungen aus Anlass des landesweiten staatlichen Feiertags angemeldet worden.

Am 17. November gedenken Slowaken und Tschechen der Studentenproteste, die vor 32 Jahren den Beginn der "Samtenen Revolution" gegen die kommunistische Diktatur einleiteten. Die alljährlich Feierlichkeiten zum Jahrestag waren diesmal aber überschattet von Demonstrationen teils rechtsextremer Gruppierungen. Vor dem Regierungsgebäude und anderen staatlichen Einrichtungen in Bratislava forderten sie das Ende der "Corona-Diktatur"

Schon am Dienstagabend hatten hingegen Studierende und Lehrende der Hochschulen den Jahrestag der Studentenproteste von 1989 zum Anlass für friedliche Proteste gegen ein von der Regierung vorgelegtes Hochschulgesetz genommen. Mit dem neuen Gesetz wolle die populistisch-konservative Regierung den Universitäten die damals errungene Selbstbestimmung wegnehmen und sie privatwirtschaftlichen und politischen Interessen unterordnen.

(APA/dpa)

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