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Verletzte aus Djerba ausgeflogen

Die bei der Explosion auf Djerba Verletzten werden von der Bundeswehr nach Deutschland ausgeflogen. Ein Airbus soll die Verletzten von der Uraubsinsel nach Köln bringen.

Ein Airbus des Typs „Medevac“ werde noch Samstag früh vom Flughafen Köln-Wahn aus in Richtung der tunesischen Insel starten, sagte ein Sprecher des deutschen Verteidigungsministers Rudolf Scharping.

Die Maschine, die sechs bis acht Intensiv-Patienten an Bord nehmen könne, werde am Vormittag in Köln zurückerwartet. Die Verletzten sollen in verschiedene deutsche Krankenhäuser gebracht werden. Der Sprecher deutete an, dass es möglicherweise weitere Evakuierungsflüge nach Djerba geben werde.

Bei der Explosion vor einer Synagoge auf der Ferieninsel, die nach offiziellen tunesischen Angaben am Donnerstag durch einen verunglückten Gastankwagen ausgelöst wurde, starben mindestens elf Menschen, darunter fünf deutsche Frauen und ein Kind. 40 weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Die Deutschen gehörten zu einer Gruppe, die während einer Inselrundfahrt mit einem Bus des Reiseunternehmens TUI zu der historischen Synagoge gefahren waren. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes traf am Freitag ein deutsches Ärzteteam unter Führung eines Experten für Verbrennungsopfer aus Berlin in Djerba ein.

Die Hintergründe der Explosion waren auch am Freitag noch unklar. In Medienberichten wurden Zweifel an der offiziellen Darstellung der tunesischen Regierung geäußert. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung (Samstag) gehen deutsche Regierungskreise inzwischen von einem Terroranschlag aus. Ein tunesischer Regierungssprecher beharrte dagegen darauf, dass ein Unfall und nicht ein Selbstmordanschlag die Ursache der Explosion war.

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