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Verkehrssicherheitswoche 2013 mit Fokus auf "Sicheres Mopedfahren"

Jeder 7. Verletzte im Straßenverkehr ist ein Mopedlenker
Jeder 7. Verletzte im Straßenverkehr ist ein Mopedlenker ©Stiplovsek
Bregenz - Schüler am Schulweg: zu Fuß, mit dem Bus, mit dem Fahrrad oder mit dem Moped - täglich bewegen sich tausende Kinder und Jugendliche im Straßenverkehr. Erhöhtes Risiko besteht vor allem für die 15- bis 16-jährigen Mopedlenker.

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit und der Landesschulrat Vorarlberg haben mit dem Land Vorarlberg die Verkehrssicherheitswoche 2013 dem Themenschwerpunkt “Sicher Mopedfahren” gewidmet, die das breite Spektrum der Sicherheitsarbeit aufzeigt.

Im Jahr 2012 sind 383 Personen mit dem Moped verunfallt. Somit ist jeder siebte Verletzte im Straßenverkehr ein Mopedfahrer. Besonders Jugendliche zählen zur gefährdetsten Gruppe im Straßenverkehr. Die Teilnahme am motorisierten Straßenverkehr birgt Gefahren und erfordert ein besonderes Maß an Verantwortungsbewusstsein. In der Altersgruppe der 15- bis 16-Jährigen verunfallen rund 85 Prozent als Mopedlenker.

Jugendlichen Fahrern fehlt oft die Erfahrung und Übung im Straßenverkehr, um die Gefahren und das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer richtig einzuschätzen. Tuning und Ablenkung sind weitere Gründe für die hohe Anzahl an Alleinunfällen dieser Risikogruppe. 

Vorarlberg an erster Stelle

Im Bundesländervergleich liegt Vorarlberg beim Anteil der verunglückten Mopedlenker am Gesamtunfallgeschehen an erster Stelle. Zusätzlich gilt seit dem 19.01.2013 die 3. EU-Führerscheinrichtlinie, d.h, dass 16-Jährige ein motorisiertes Zweirad mit 125cm³ Hubraum fahren dürfen. Dies war für das Land Vorarlberg Anlass die Mopedinitiative 2013 zu starten.
Im Rahmen diese Initiative werden Moped-Unfallhäufungsstellen von Fachleuten analysiert, begangen und Verbesserungsmaßnahmen festgelegt. In allen Bezirken wurden kostenlose Trainingskurse angeboten.

Die Haare ja, das Moped nein

Schulen und Fahrschulen erhielten den neuen Tuning – Folder mit Motto: “Frisiertipp: Die Haare ja, das Moped nein!” Er zeigt die Folgen auf, welche durch Veränderungen am Fahrzeug entstehen können. Diese reichen von hoher Geldstrafe bis zur späteren Ablehnung von Führerscheinanträgen. “Tuning stellt ein großes Risiko dar. Die jungen Verkehrsteilnehmer wissen oft gar nicht wie gefährlich sie unterwegs sind”, erklärt Oberst Rudolf Salzgeber, Leiter der Verkehrsabteilung in der LPD Vorarlberg.

Vorführungen im Rahmen der Pressekonferenz

Im Rahmen der Pressekonferenz probierten die Schüler der PTS (Polytechnischen Schule) Bregenz den Moped-Simulator, mit dem sie ihre eigene Reaktionsgeschwindigkeit in Gefahrensituationen testen und trainieren konnten. Dass man unter Alkoholeinfluss deutlich an Reaktionsgeschwindigkeit einbüßt, erlebten die jungen Verkehrsteilnehmer mit der Alkohol-Simulationsbrille. Beim Brems- und Geschicklichkeitstraining konnten die Schüler ihr Können unter Beweis stellen. Die Jugendlichen erfuhren von der Polizei, welche Risiken und Folgen Tuning mit sich bringt und was eine “Geschwindigkeitsprüfrolle” alles kann. Weiteres wurde den Schülern die wichtigsten Erste Hilfe Maßnahmen gezeigt, damit im Fall eines Unfalls umgehend die richtigen Schritte gesetzt werden können, dazu gehört auch die sichere Helmabnahme.

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