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Verkehrssicherheit erhöhen, Ortskerne entlasten

Nach der Verländerung der Bundesstraßen warnt Landeshauptmann Herbert Sausgruber jetzt vor einem Finanzierungsengpass im Straßenbau. Heuer 67,5 Mio. Euro für Straßenbau im Ländle budgetiert. O-Töne

2002 hatten die Länder vom Bund außer Autobahnen und Schnellstraßen alle früheren Bundesstraßen in eigene Verantwortung übernommen. Die dafür erhaltenen Mittel samt Sonderfinanzierung sind bis 2008 geregelt. Das Ländle kommt mit dem Geld „einigermaßen zurecht“, ein Engpass werde aber schon vor 2008 auftreten, sagten Landeshauptmann Herbert Sausgruber (V) und Straßenbau-Landesrat Manfred Rein (V) am Dienstag im Pressefoyer nach der Sitzung der Landesregierung. Dann müssten eben Prioritäten gesetzt werden, wie in anderen Bereichen aus, wo die Ressourcen knapp sind, meinte Sausgruber.

Im laufenden Jahr 2005 investiert das Land Vorarlberg immerhin 67,5 Mio. Euro bzw. 5,8 Prozent am Landesvoranschlag in den Bau und die Erhaltung von Landesstraßen. 42,9 Mio. Euro sind für Neu- und Ausbau sowie Instandsetzungen vorgesehen. Sausgruber: „Im Straßenbau sind noch einige Netzergänzungen notwendig. Ziele sind die Erhöhung der Verkehrssicherheit, der Schutz vor Naturgefahren sowie die Entlastung dicht besiedelter Ortskerne vom Durchzugsverkehr“.

Die wichtigsten drei Neubauprojekte betreffen die L200 „Dornbirn Nord – Schwarzachtobel“ mit dem Achraintunnel (3,3 km) in Richtung Bregenzerwald, weiters den Abschnitt Andelsbuch, Umfahrung Bersbuch der der L200 sowie im Montafon den „Tschambreundtunnel“ zum lawinensicheren Ausbau der L188. Neben den drei Großprojekten werden Radwege neue angelegt und nicht mehr sanierbare Brücken erneuert.

Die drei Neubauvorhaben:

  • L200, Dornbirn Nord
  • Schwarzachtobel: Errichtung eines Kreisverkehrs, Vorantrieb des Schwarzachtobeltunnels, Errichtung einer Freilandstrecke entlang der Gemeindegrenze Dornbirn/Schwarzach, Gesamtfertigstellung voraussichtlich Ende 2008;
  • L200, Andelsbuch, Umfahrung Bersbuch und
  • L188, Gaschurn-Partenen, Bau des Tschambreutunnels, Baubeginn Herbst 2005, Gesamtfertigstellung voraussichtlich Ende 2008.

    „Neben diesen drei Großprojekten werden nur Mittel in den Neubau von Radwegen (etwa Nofels-Bangs, Schlins-Bludesch und Andelsbuch-Reuthe) und in die Neuerrichtung von Brücken, die nicht mehr wirtschaftlich saniert werden können, investiert (Spiersbachbrücke in Nofels)“, betonte Rein. Auch Kreisverkehre sind im Straßenbauprogramm 2005 enthalten: Gebaut werden sie in Sulz-Röthis (an der so genannten „Plattenkreuzung“) und in Hohenems-Schwefel.

    Erhaltungsmaßnahmen

    Ein Betrag von 13,4 Millionen Euro wird für Ausbau- und Erhaltungsmaßnahmen verwendet. 2,3 Millionen Euro werden an Beiträgen für die Errichtung von Radwegen, Lärmschutzfenster, Wildbach- und Lawinenverbauung und Gewässerregulierung geleistet. Auf die betriebliche Erhaltung (Winterdienst, Grünflächenpflege, bauliche Instandhaltung usw) entfallen weitere 17,5 Millionen Euro.

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