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Verkehrsplanung Feldkirch Süd nimmt Gestalt an

Bregenz/Feldkirch - Die Verkehrsplanung Feldkirch Süd nimmt konkretere Formen an. LR Rein (V) präsentierte am Dienstag die zwei vielversprechendsten von ursprünglich zwölf Straßenbau-Varianten.  BM Eugen Gabriel, LH Herbert Sausgruber, BM Wilfried Berchtold, LR Manfred Rein

Bis Jahresende soll die Bestvariante gefunden sein. Nach Einschätzung Reins wird es anschließend drei bis fünf Jahre dauern, bis mit der Realisierung begonnen werden kann.

Die zwei noch zur Diskussion stehenden Straßenbau-Projekte sehen jeweils drei Tunnel mit einer Gesamtlänge von rund drei Kilometern vor. In beiden Fällen bleiben das Frastanzer Ried und das Grundwasserschutzgebiet Felsenau unberührt. Die Kosten sind mit 126 Mio. Euro bzw. 139 Mio. Euro angesetzt. Daneben setzt die Verkehrsplanung unter Berücksichtigung von Umwelt-, Orts- und Landschaftsschutz aber auch stark auf den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs und des Radwegenetzes, wie Rein betonte.

Zur Südanbindung der Feldkircher Innenstadt wurden im Bereich des Areals der „Schulbrüder“ verschiedene städtebauliche Varianten ausgearbeitet, die ebenfalls zur Diskussion stehen. Rein sprach angesichts der aktuellen Verkehrsplanung von einer „Jahrhundertchance“ für den Raum Feldkirch, die es zu nützen gelte.

In Bezug auf den Nachbarn Liechtenstein, der sich vehement gegen die ursprüngliche Amtsvariante ausgesprochen hatte, sprach der Verkehrs-Landesrat von einem guten Diskussions-Klima. Liechtenstein wolle keine zusätzliche Transitbelastung, der übliche Grenzverkehr werde aber stattfinden müssen, so Rein. Dagegen könne Liechtenstein mit seiner starken Wirtschaft auch nichts haben. Gleichzeitig freute sich Rein über ambitionierte Liechtensteiner Pläne zum Ausbau des grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehrs.

Landeshauptmann Herbert Sausgruber (V) sagte zur Finanzierung der Verkehrslösung, dass von Bundesseite für die Südumfahrung Feldkirch rund 40 Mio. Euro zugesagt seien. Nachdem dieser Betrag de facto allerdings immer weniger wert sei, gelte es, im Prozess zügig voranzuschreiten.

Das Ringen um eine Verkehrslösung Feldkirch Süd dauert nun schon Jahre an. 1998 wurden zehn Varianten für eine Verkehrsplanung Feldkirch Süd geprüft, als Bestlösung gab das Wirtschaftsministerium schließlich die Amtstrasse des Letzetunnels frei. Diese Lösung ist aber spätestens seit der Ratifizierung der Alpenkonvention vom Tisch sowie der neuen rechtlichen Grundlagen für die Umweltverträglichkeitsprüfung vom Tisch.

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