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Vergewaltigung von Gaißau - Prozess gegen Jugendlichen beginnt

Bei diesem Haus in Gaißau geschah die schreckliche Tat.
Bei diesem Haus in Gaißau geschah die schreckliche Tat. ©VOL.AT/Pascal Pletsch
Feldkirch - Das Verbrechen am 6. Juli 2014 schockierte die Öffentlichkeit. Damals kam es nach einem Fest in Gaißau zu einem selten brutalen Fall einer sexuellen Attacke gegen eine 20-jährige Frau. Als verdächtiger Täter wurde ein 16-jähriger Teenager festgenommen, der jedoch nach zwei Wochen Untersuchungshaft wieder enthaftet wurde.
Vergewaltigung in Gaißau
"Ich hab ein Weinen gehört"
Verdächtiger (16) ist geständig
16-Jähriger aus U-Haft entlassen

Ob der Prozess, bei dem es um schwerer Körperverletzung und Missbrauch einer wehrlosen Person geht, öffentlich stattfindet, ist fraglich. Das Verfahren, das am Donnerstag von 8.30 Uhr bis 11.00 Uhr angesetzt wurde, könnte theoretisch hinter verschlossenen Türen abgehandelt werden. Dies ist bei Sexualstraftaten häufig der Fall. Da in dieser Causa zudem ein Jugendlicher vor Gericht steht, gibt es zusätzlich eine Schutzbestimmung des Jugendgerichtsgesetzes. „Die Öffentlichkeit der Hauptverhandlung ist von Amts wegen oder auf Antrag auszuschließen, wenn das im Interesse des Jugendlichen geboten ist“, verlangt § 42 JGG. Erziehungsberechtigte, Bewährungshelfer oder sonstige soziale Betreuer können jedoch im Saal bleiben.

Schutz geht vor

Gerade in diesem Fall kreisten viele Gerüchte um den Vorfall, das schwer verletzte Opfer und das jugendliche Alter des Angeklagten sorgten für Empörung und Unverständnis. Dennoch hat die Justiz in erster Linie den Schutz des Opfers und auch von jugendlichen Straftätern im Auge und könnte theoretisch die Öffentlichkeit noch vor Aufnahme der Personalien und der Anklageschrift ausschließen. Das Einzige, was immer öffentlich verkündet werden muss, ist das Urteil. Der Öffentlichkeitsgrundsatz ist einer der wichtigsten Verfahrensgrundsätze der österreichischen Rechtsordnung. Wird er verletzt, ist das gesamte Verfahren nichtig.

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